24.01.2023 13:25 Uhr

Ex-Bayern-Profi warnt Sommer - "Zweifel" an Neuer-Comeback

Yann Sommer ist aktuell die Nummer eins des FC Bayern
Yann Sommer ist aktuell die Nummer eins des FC Bayern

Ex-Profi Markus Babbel sieht Yann Sommer nach seinem Wechsel von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern vor großen Herausforderungen.

"Er muss sich darauf einstellen, dass er normalerweise nicht so viel zu tun hat. Das ist die Schwierigkeit. Er muss trotzdem 90 bis 95 Minuten den totalen Fokus haben", sagte Babbel bei "Blick TV".

Beim deutschen Rekordmeister müsse ein Schlussmann "normalerweise nicht 20 Bälle halten", ergänzte der Europameister von 1996. "Wenn das passiert, dann haben die Bayern schon einiges verkehrt gemacht. Sie sind eigentlich in der Bundesliga so dominant, dass es für einen Torhüter schwierig ist, sich auszuzeichnen. Bei ein, zwei Aktionen muss man dann hellwach sein."

Grundsätzlich dürfe man sich im Trikot des FC Bayern "nicht viele Fehler erlauben. Außerdem musst du alle drei Tage performen. Wenn du die Spiele nicht gewinnst, dann hast du ein Problem." Zudem gebe es im Kader der Münchner eine "hohe Konkurrenz", sagte Babbel.

Yann Sommer "die absolute 1a-Lösung" für den FC Bayern

Sommer, der in München den verletzten Manuel Neuer ersetzen soll sei "die absolute 1a-Lösung" für den Bundesliga-Branchenprimus. "Du wirst keinen hören, der sagt, das war ein schlechter Transfer", sagte Babbel.

Der Schweizer sei "hoch angesehen", dank seiner "tollen Leistungen" in Gladbach. "Er kommt mit einem sehr guten Standing."

Der FC Bayern bekomme einerseits "einen Top-Torhüter", urteilte Babbel. "Darüber hinaus ist es noch die günstigste Lösung. Denn wer gibt in der Winterpause seinen Stammtorwart her? Da werden dann 40, 50 oder 60 Millionen Euro aufgerufen, wenn du das Niveau von Yann Sommer bekommen willst. Aber dadurch, dass sein Vertrag in Gladbach nur noch ein halbes Jahr lief, war es klar, dass es nicht ganz so teuer wird."

FC Bayern: "Zweifel" an Comeback von Manuel Neuer

Sommer dürfe beim FC Bayern nun keine "leichten Fehler" machen, mahnte Babbel, "so lange herrscht Ruhe".

Er könne allerdings "noch nicht einschätzen", ob und wie die Rückkehr von Manuel Neuer diese Situation beeinflussen wird, so Babbel.

Der 50-Jährige äußerte jedoch "Zweifel", dass der Weltmeister von 2014 seine alte Verfassung wieder erreichen kann. "Da braucht sich Yann Sommer dann definitiv nicht zu verstecken."