Karlsruher SC Samstag, 8. Dezember 2018
14:00 Uhr
Preußen Münster
5:0
Tore
1 : 0 Torinfos im Ticker Anton Fink 31. / Elfmeter  (Marvin Pourie)
2 : 0 Torinfos im Ticker Marc Lorenz 41. / Elfmeter  (Manuel Stiefler)
3 : 0 Torinfos im Ticker Burak Çamoğlu 43. / Rechtsschuss  (Marvin Pourie)
4 : 0 Torinfos im Ticker Burak Çamoğlu 56. / Rechtsschuss  (Marvin Wanitzek)
5 : 0 Torinfos im Ticker Marvin Pourie 79. / Rechtsschuss  (David Pisot)

90'
Fazit:
Der Karlsruher SC schlägt den SC Preußen Münster am 18. Spieltag unerwartet deutlich mit 5:0 und verteidigt den direkten Aufstiegsrang. Nach ihrer auf zwei Strafstoßtreffern durch Fink (31.) und Lorenz (41.) sowie einem Kontertor durch Çamoğlu (43.) basierenden 3:0-Halbzeitführung, die in dieser Höhe wegen sehr schwacher ersten 30 Minuten ziemlich schmeichelhaft gewesen war, peilten die seit Minute 36 in Überzahl agierenden Badener im zweiten Durchgang weitere Tore an. Çamoğlu setzte in der 56. Minute durch einen sehenswerten Fernschuss mit dem rechten Innenrist den vierten KSC-Treffer drauf; weitere gute Einschussmöglichkeiten ließen die Hausherren zunächst ungenutzt. Erst in der Schlussphase kam auch Pourie noch zu seinem Erfolgserlebnis (79.). Einen Wermutstropfen gibt es für das Schwartz-Team trotz des Ausbaus der Siegesserie: Doppelpacker Çamoğlu hat sich möglicherweise eine schwerwiegende Knieverletzung zugezogen. Aus Gästesicht hätte der Auftritt im Wildparkstadion nicht bitterer verlaufen können, nachdem die Westfalen zu Beginn sehr wirksam und clever verteidigt hatten. Der Karlsruher SC reist am nächsten Samstag zum Halleschen FC. Preußen Münster bekommt es vor eigenem Publikum mit dem FSV Zwickau zu tun. Einen schönen Samstag noch!
90'
Spielende
90'
Gelbe Karte für Marc Lorenz (Karlsruher SC)
Lorenz rutscht noch einmal in die Beine von Menig, der daraufhin behandelt werden muss. Unnötig und zudem ärgerlich: Er wird mit seiner fünften Gelben Karte bestraft und fehlt daher am letzten Hinrundenspieltag. Augenblicke später wird das Match pünktlich beendet.
87'
Kobylański kommt von der zentralen Strafraumkante mit dem linken Fuß zu einem Torabschluss; der weitgehend beschäftigungslose Keeper Uphoff ist in der halbrechten Ecke zur Stelle und verwehrt den Westfalen den Ehrentreffer.
85'
Tiede profitiert davon, dass ein Anspiel von der linken Außenbahn in den halbrechten Raum vor dem Sechzehner durchrutscht. Er zieht mit dem rechten Spann aus vollem Lauf ab; Cueto blockt deutlich mit dem rechten Arm ab, doch Referee Jablonski entscheidet sich gegen einen Strafstoßpfiff.
83'
Pourie darf sich noch seinen verdienten Einzelapplaus abholen. Er wird in den letzten Minuten durch Sané ersetzt. Der Neuzugang aus Großaspach wartet noch auf seinen ersten Treffer im KSC-Dress.
82'
Einwechslung bei Karlsruher SC -> Saliou Sané
82'
Auswechslung bei Karlsruher SC -> Marvin Pourie
79'
Tooor für Karlsruher SC, 5:0 durch Marvin Pourie
Ein Treffer des formstarken Pourie hat noch gefehlt! Nach Lorenz' Eckstoßausführung von der linken Fahne nickt Pisot gegen den Rücken des Angreifers. Der schaltet daraufhin am schnellsten und feuert das Spielgerät aus gut zehn mittigen Metern in die linke Ecke.
78'
Da Osnabrück gegen Wehen Wiesbaden ebenfalls vorne liegt, bleibt dem KSC trotz des deutlichen Erfolgs der Sprung an die Tabellenspitze aller Voraussicht nach verwehrt.
75'
Die Badener werden nicht müde, das Münsteraner Tor zu attackieren. Die Gäste haben sich jedenfalls in den zentralen Abwehrbereichen wieder gefangen und dürfen darauf hoffen, dass sie das Schlimmste bereits hinter sich haben.
72'
Es ist nicht der Tag des Marvin Pourie! Nach einem schlimmen Fehlpass von SCP-Keeper Schulze Niehues legt Fink von der linken Grundlinie für seinen Sturmpartner zurück, der aus mittigen zehn Metern freie Schussbahn hat. Ihm rutscht die Kugel aber über den rechten Schlappen und bewegt sich nicht einmal in die Nähe des Ziels.
69'
Das Schwartz-Team lässt nicht nach und übt weiterhin großen Druck auf den Kasten von Schulze Niehues aus. Erst verpasst Pourie nach einem Querpass von Fink vor dem rechten Pfosten; Augenblicke später fliegt ein wuchtiger Versuch von Wanitzek weit drüber.
66'
Die Verletzung von Çamoğlu ist für den KSC der einzige Wermutstropfen dieses Nachmittags. Der ehemalige Jugendspieler vom BVB dürfte sich schwerwiegender verletzt haben, hat sich das rechte Knie stark verdreht. Choi ersetzt den Kollegen mit der zwei auf dem Rücken.
65'
Einwechslung bei Karlsruher SC -> Kyoung-rok Choi
65'
Auswechslung bei Karlsruher SC -> Burak Çamoğlu
64'
Während Çamoğlu den Tränen nahe ist, als er mit Unterstützung in Richtung Kabine humpelt, nimmt Gästecoach Antwerpen seinen dritten Tausch vor: Abwehmann Borgmann ersetzt Angreifer Rühle.
63'
Einwechslung bei Preußen Münster -> Jannik Borgmann
63'
Auswechslung bei Preußen Münster -> Tobias Rühle
62'
Çamoğlu liegt an der rechten Grundlinie und hält sich das rechte Knie. Der Doppeltorschütze muss behandelt werden und dürfte der Kandidat für die zweite Auswechslung der Gastgeber sein.
59'
Der SCP hat noch eine lange letzte halbe Stunde vor sich. Schon der aktuelle Rückstand bedeutet die höchste Niederlage der Saison. So bitter, wie der Nachmittag aus Gästesicht bisher verlaufen ist, kämen weitere Gegentore nicht überraschend.
56'
Tooor für Karlsruher SC, 4:0 durch Burak Çamoğlu
Çamoğlu schnürt den Doppelpack - mit einem echten Traumtor! Der ehemalige Dortmunder Jugendspieler wird auf halblinks von Wanitzek bedient. Er legt sich das Spielgerät auf den rechten Innenrist und schlenzt es aus gut 19 Metern präzise in die halbhohe rechte Ecke.
56'
Karlsruhe will seinen Fans einen deutlichen Heimsieg servieren; das ist nach dem Seitenwechsel deutlich zu spüren. Gegen neun Münsteraner Feldspieler rollt das Leder deutlich besser als in weiten Teilen der ersten Halbzeit.
53'
Pourie muss noch auf seinen Treffer warten! Der 27-Jährige ist am Elfmeterpunkt Adressat eines flachen Wanitzek-Passes vom rechten Flügel. Er kann den Ball sogar vor seinem Schuss noch annehmen. Dennoch setzt er ihn klar am linken Pfosten vorbei.
51'
Çamoğlu zieht von rechts mit Tempo in den Sechzehner ein und an Scherder vorbei. Er spielt flach vor den kurzen Pfosten. Dort steht Schweers genau richtig und kann vor dem einschussbereiten Pourie klären.
48'
Gleich dreie Neue mischen mit: Die gelbverwarnten Gordon und Rodrigues Pires wurden durch Kobald und Scherder ersetzt; auf Gästeseite ist zudem Cueto für den wirkungslosen Warschewski auf dem Rasen.
46'
Willkommen zurück zum zweiten Abschnitt im Wildparkstadion! Eine knappe halbe Stunde lang deutete alles darauf hin, dass auf Seiten der Badener heute Geduld gefragt sein würde. Münster hat bis zum zweifelhaften ersten Strafstoß gar keine zwingenden Abschlüsse zugelassen, verhielt sich in der Folge aber maximal tölpelhaft. Es geht nach dem Seitenwechsel nur noch darum, die Höhe der Niederlage in Grenzen zu halten.
46'
Einwechslung bei Preußen Münster -> Lucas Cueto
46'
Auswechslung bei Preußen Münster -> Tobias Warschewski
46'
Einwechslung bei Preußen Münster -> Simon Scherder
46'
Auswechslung bei Preußen Münster -> Kevin Rodrigues Pires
46'
Einwechslung bei Karlsruher SC -> Christoph Kobald
46'
Auswechslung bei Karlsruher SC -> Daniel Gordon
46'
Anpfiff 2. Halbzeit
45'
Halbzeitfazit:
Der Karlsruher SC führt nach 45 Minuten mit 3:0 gegen den SC Preußen Münster. Die Badener hatten in der Anfangsphase durch die höheren Ballbesitzwerte optische Vorteile, fanden aber keine flachen Wege in den gegnerischen Sechzehner; Flanken von den Außenbahn verteidigten die sehr tiefstehenden Westfalen souverän. Auch in der Folge blieb das Schwartz-Team in Sachen Aktivität vorne, konnte den Gast aber nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. In der letzten Viertelstunde überschlugen sich die Ereignisse in der Baustelle Wildparkstadion: Erst versenkte Fink einen zweifelhaft zustandegekommenen Strafstoß (31.); daraufhin kassierte SCP-Akteur Kittner nach einer brutalen Grätsche gegen Lorenz eine glatte Rote Karte (36.). In Minute 41 legte jener Lorenz das zweite KSC-Tor nach, indem er einen berechtigten Elfmeter verwandelte (41.); Augenblicke später brachte Çamoğlu nach Pass von Pourie einen Konter in den Maschen unter (43.). Die Blau-Weißen liegen damit uneinholbar vorne, obwohl sie sich diesen Vorsprung nicht ansatzweise verdient haben. Bis gleich!
45'
Ende 1. Halbzeit
45'
Offizielle Nachspielzeit (Minuten): 2
120 Sekunden werden nachgespielt.
43'
Gelbe Karte für Max Schulze Niehues (Preußen Münster)
Der Gästekeeper hat fälschlicherweise eine Abseitsstellung beobachtet und rennt derart entzürnt auf den zuständigen Linienrichter zu, dass er hinterher mit Gelb bestraft wird.
43'
Tooor für Karlsruher SC, 3:0 durch Burak Çamoğlu
Per Konter gelingt Karlsruhe Tor Nummer drei! Çamoğlu wird durch einen Steilpass von Pourie im halblinken Offensivkorridor auf die Reise in Richtung Gästetor geschickt. Der gebürtige Kamener zeigt vor Schulze Niehues keine Nerven und schießt aus gut 15 zentralen Metern in die halbhohe rechte Ecke.
41'
Tooor für Karlsruher SC, 2:0 durch Marc Lorenz
Die Badener legen nach! Nach Fink netzt auch Lorenz vom Punkt: Er schickt Schulze Niehues nach rechts und bringt die Kugel in der flachen linken Ecke unter.
40'
Es gibt erneut Elfmeter für den KSC! Braun setzt am Elfmeterpunkt zum Befreiungsschlag an. Von hinten schleicht sich Stiefler heran und genau den bringt er Münsteraner Akteur dann mit einem Tritt gegen die rechte Wade zu Fall. Korrekte Entscheidung!
39'
Obwohl sich der SCP eine halbe Stunde als sehr sattelfest präsentiert hat, ist ein Punktgewinn mittlerweile in weite Ferne gerückt. Ist Münster in der Lage, in Unterzahl ein Comeback zu schaffen?
36'
Rote Karte für Ole Kittner (Preußen Münster)
Glatt Rot gegen Kittner! Der Innenverteidiger grätscht Lorenz in der gegnerischen Hälfte von hinten, mit offener Sohle und mit gehobenem Fuß in die Knochen. Das Foul sieht spektakulärer aus, als es tatsächlich war; der Platzverweis ist aber durchaus vertretbar.
35'
Gelbe Karte für Daniel Gordon (Karlsruher SC)
Gordon verhindert mit einem Foul an Kobylański, dass die Westfalen schnell umschalten können. Dieses taktische Vergehen zieht eine Verwarnung nach sich.
34'
Karlsruhes Führung ist äußerst glücklich: Nicht nur haben sich die Hausherren aus dem laufenden Spiel heraus noch keine nennenswerte Gelegenheit erarbeiten können; Menigs Einsteigen gegen Pourie bestrafen nur wenige Unparteiische mit einem Elfmeter.
31'
Tooor für Karlsruher SC, 1:0 durch Anton Fink
Fink schießt den KSC in Front! Der Kapitän der Blau-Weißen schickt Schulze Niehues in die linke Ecke und versenkt das Leder präzise unten rechts.
30'
Es gibt Strafstoß für Karlsruhe! Pourie steht im zentralen Sechzehnerbereich erneut mit dem Rücken zum Tor. Er wird von Menig leicht angegangen und geht daraufhin direkt zu Boden. Schiedsrichter Jablonski zeigt auf den Punkt - eine harte Entscheidung!
29'
Rühle hat gegen weit aufgerückte Gastgeber auf dem linken Flügel enorm viel Platz. Er zieht nach innen und will für Warschewski querlegen. Sein Anspielversuch ist aber dermaßen unpräzise, dass sie von Gordon abgefangen werden kann.
27'
Erstmals geraten die Westfalen nach einem hohen Ball in die Mitte in Bedrängnis, können erst im dritten Anlauf klären. Karlsruhe bekommt daraufhin bereits seine fünfte Ecke zugesprochen; wie die vier zuvor bringt ihnen auch diese nichts ein.
24'
Gelbe Karte für Kevin Rodrigues Pires (Preußen Münster)
Nach seinem zweiten Vergehen, einem leichten Tritt gegen Wanitzek, ist der Ex-Lotter dann fällig und wird durch Schiedsrichter Jablonski mit einer Verwarnung sanktioniert.
23'
Das war mal ordentlich gespielt! Mit dem Rücken zum Tor stehend kann Pourie die Kugel nach Pass von Gordon an der Strafraumkante gegen Schweers abschirmen. Er legt sie in das linke Halbfeld für Lorenz ab. Der probiert sich aus gut 19 Metern mit dem linken Spann, ballert aber weit drüber.
22'
Infolge einer von den Gästen in den zentralen Bereich vor den Strafraum geklärten Flanke zieht Wanitzek mit dem linken Spann aus gut 20 Metern ab. Kittner blockt den wuchtigen Versuch am Elfmeterpunkt mit dem linken Schienbein ab und erspart seinem Schlussmann Schulze Niehues die Arbeit.
19'
Rodrigues Pires bewirbt sich für eine erste Verwarnung, indem er Fink unweit der Mittellinie von hinten in die Beine steigt und den Ball dabei klar verfehlt. Referee Jablonski beobachtet bisher aber ein faires Match und lässt die Gelbe Karte noch stecken.
16'
In der Arbeit gegen den Ball zieht sich der SCP weit in die eigene Hälfte zurück. Das ist bisher wirksam: Auf engem Raum fällt dem Tabellenzweiten nichts ein; Schulze Niehues musste seine Fähigkeiten noch nicht unter Beweis stellen.
13'
Schweers findet mit einem seiner gefürchteten langen Einwürfe von der linken Seitenlinie Kobylański, der von der Fünferkante mit dem Hinterkopf in Richtung des zweiten Pfostens verlängert. Dort findet sich aber kein Kollege zur Abnahme; die Kugel landet im rechten Toraus.
10'
Gästetrainer Antwerpen lässt heute erstmals seit Mitte September mit einer Viererkette spielen. Da ihm die Linksverteidiger ausgegangen sind, übernimmt Hoffmann auf ungewohnter Position.
7'
Das Schwartz-Team verzeichnet auf einem sehr holprigen Rasen Ballbesitzvorteile. In de gegnerischen Sechzehner dringt es bisher allerdings nur mit hohen Anspielen vor, die die Gäste bisher allesamt problemlos klären können.
4'
Lorenz führt die erste Ecke aus, flankt von der linken Fahne aber viel zu niedrig. Weit vor den ersten Pfosten ist Menig mit dem Kopf zur Stelle.
3'
Marco Antwerpen hat im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen den Halleschen FC vier Änderungen vorgenommen. Ole Kittner, Sandrino Braun, Tobias Rühle und Tobias Warschewski verdrängen Jannik Borgmann, Simon Scherder, Philipp Müller und Moritz Heinrich auf die Bank.
2'
Alois Schwartz setzt exakt auf die Startelf des jüngsten 2:1-Auswärtssieges bei der SG Sonnenhof Großaspach. Der unter der Woche verpflichtete Außenbahnspieler Sercan Sararer gehört wegen Trainingsrückstands wie angekündigt noch nicht zum Kader der Badener.
1'
Der Zweite Karlsruhe gegen den Sechsten Münster – die ersten 45 Minuten laufen!
1'
Spielbeginn
David Pisot gewinnt die Seitenwahl gegen seinen Kapitänskollegen Martin Kobylański. Damit stoßen die Westfalen an.
Bei frischem Wind und leichtem Regen betreten die 22 Akteure den Rasen. Während die Hausherren ihre gewohnten blauen Heimklamotten tragen, weichen die Gäste auf gelbe Trikots und rote Hosen aus.
Der DFB-Schiedsrichterausschuss hat auf das Kräftemessen der Topvereine aus Baden und Westfalen einen Unparteiischen aus der obersten nationalen Schublade angesetzt. Sven Jablonski, 28-jähriger Bankkaufmann vom Blumenthaler SV aus dem Bremer Fußball-Verband, pfeift nämlich nicht nur seit der Saison 2011/2012 in der 3. Liga, sondern seit Sommer 2017 auch im Oberhaus. Bei seinem 56. Einsatz in der tiefsten bundesweiten Spielklasse wird er an den Seitenlinien von Thomas Gorniak und Simon Rott unterstützt.
"Wir haben in Karlsruhe nichts zu verlieren. Der Druck liegt beim KSC, sie haben ganz andere Ambitionen. Wir liefern für unsere Verhältnisse eine sehr gute Performance in dieser Saison ab und daran wird auch das Spiel nichts ändern. Das soll aber auf keinen Fall bedeuten, dass wir dort nicht die drei Punkte holen wollen", sieht Marco Antwerpen seine Mannschaft in der Außenseiterrolle, auch wenn diese in der Fremde schon viermal gewonnen hat.
Die verletzungsgebeutelten Schwarz-Weiß-Grünen litten unter der Woche an einigen Krankheitsfälle, treten im Wildparkstadion aber doch noch mit einer starken Auswahl an, haben sich mit Martin Kobylański, René Klingenburg, Kevin Rodrigues Pires und Tobias Rühle zentrale Akteure doch als einsatzfähig gemeldet. Auch Torhüter Schulze Niehues ist noch rechtzeitig fit geworden.
Der SC Preußen Münster ist am vergangenen Wochenende aus den Aufstiegsrängen gerutscht. Nachdem er aus dem November lediglich vier Zähler gezogen hatte, unterlag er dem Halleschen FC vor eigenem Publikum mit 1:2. Schon nach einer guten halben Stunde liefen die Westfalen einem 0:2-Rückstand hinterher und kamen erst in Minute 78 durch Warschewski zum Anschlusstreffer, erarbeitete sich in der Folge aber keine zwingende Chancen auf den Ausgleich. Der SCP wurde dadurch nicht nur vom HFC, sondern auch von Karlsruhe, Uerdingen und Unterhaching überholt.
"Münster ist eine stabile Mannschaft, die einen guten Ball spielt und vorne ihre Qualitäten hat. Da wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns", ist sich Alois Schwartz darüber im Klaren, dass der fünfte Sieg in Serie alles andere als ein Selbstläufer wird. In der Vorsaison ist die Karlsruher Bilanz im Duell zweier Gründungsmitglieder der Bundesliga positiv ausgefallen: Nach dem 1:1 in Westfalen, bei dem die Badener in der letzten Viertelstunde eine Führung verspielten, gewann der KSC das Wiedersehen Ende März leicht und locker mit 3:0.
Besonders auffällig beim Blick auf die Spielverläufe bei den jüngsten Auftritten der Karlsruher ist der Fakt, dass sie stets vor der Pause die Weichen für die Dreier stellten. Sie sind vor dem vorletzten Hinrundenspieltag auch in der Gesamtschau der beste Klub der 1. Halbzeit. Zur Verstärkung der Offensivabteilung, die mit 25 Treffern eine eher mittelmäßige Ausbeute vorzuweisen hat, sind die Verantwortlichen der Blau-Weißen am Mittwoch auf dem Transfermarkt tätig geworden und haben den Außenbahnflitzer Sercan Sararer unter Vertrag genommen, der bis zum Sommer in Fürth spielte.
Vier Siege in vier Spielen – seit dem 2:1-Heimsieg gegen den FC Würzburger Kickers im letzten Match im „alten“ Wildparkstadion, in dem die Umbauarbeiten zwei Tage später begonnen haben, hat der Karlsruher SC das Punktemaximum eingefahren: Beim SV Meppen (3:2), gegen den TSV 1860 München (3:1) und bei der SG Sonnenhof Großaspach (2:1) setzten sich die Blau-Weißen durch und arbeiteten sich in der Tabelle von Rang acht auf den zweiten Platz vor – im Falle eines Osnabrücker Ausrutschers gegen Wehen Wiesbaden winkt heute die Spitzenreiterposition.
Drei Spieltage stehen in der 3. Liga vor Weihnachten und der bis zum letzten Januarwochenende andauernden Winterpause noch auf dem Programm. Abgesehen vom FC Carl Zeiss Jena, der das eröffnende Match des vorletzten Hinrundenspieltags gestern mit 1:2 gegen den SV Meppen verlor, haben die Teams in der tiefsten bundesweiten Spielklasse also die Gelegenheit, ihrem Konto noch neun Zähler hinzuzufügen, bevor der wohlverdiente Urlaub ansteht. Sowohl der Karlsruher SC als auch der SC Preußen Münster wollen bis zum Jahresende ganz oben mitspielen.
Es berichtet Steffen Volkers.
Hallo und herzlich willkommen zur 3. Liga! Der Karlsruher SC möchte am 18. Spieltag mindestens Tabellenplatz zwei verteidigen. Um definitiv auf einem direkten Aufstiegsrang zu verbleiben, ist ein Sieg gegen den SC Preußen Münster nötig. Die Westfalen zögen im Falle eines Triumphs im Wildparkstadion an den Badenern vorbei.