Australien .:. Steckbrief
| Mannschaft: | Australien |
| Verband: |
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| gegründet: | 00.00.1914 |
| Farben: | grün-gold |
| Mitgliederzahl: | 970.728 |
| Stadion: |
ANZ Stadium
83.500 Plätze |
| Anschrift: |
1 Oxford Street Darlinghurst NSW 2010 |
| Telefon: | +(61) 2 8020 4000 |
| Telefax: | +(61) 2 8020 4100 |
| Homepage: | www.footballaustralia.com.au |
| E-Mail: | info@footballaustralia.com.au |
Australien .:. Erfolge
| 4 x Ozeanienmeister |
| 1980 1996 2000 2004 |
Australien .:. Portrait
In Australien steht und stand der Fußball nie an erster Stelle. Cricket, Australian Football und besonders Rugby genießen an seiner Stelle oberste Priorität. Trotzdem wurde der erste Fußballverband, die Australien Soccer Association, bereits im Jahre 1882 in New South Wales gegründet. Das man sich für den Ausdruck Soccer und nicht für Football entschied, war ebenfalls Beleg für die Unterordnung des Fußballs gegenüber dem Rugby. 1921 wurde mit dem Zusammenschluss zwischen der ASA und dem englischen Verband FA ein weiterer wichtiger Schritt für die Entwicklung des australischen Fußballs getan. Schon ein Jahr später trug Australien sein erstes, wenn auch inoffizielles, Länderspiel gegen den Nachbarn Neuseeland aus, welches man aber 1:3 verlor. Die folgenden Jahre waren dann von zahlreichen Problemen in der Organisation des Verbandes gekennzeichnet. Außerdem kam es zu - vorsichtig ausgedrückt - unklaren Transfergeschäften, die den Ausschluss aus der FIFA zur Folge hatten. Aufgrund all dieser Rückschläge kam es im Jahre 1957 zur Gründung eines Gegenverbandes. Nach vier Jahren der Parallelexistenz entschied man sich dann, beide Verbände zur Australien Soccer Federation zusammenzuschließen und prompt wurde man wieder in die FIFA aufgenommen. 1966 erschien eine australische Nationalelf zum ersten Mal auf dem großen internationalen Parkett: Man nahm das erste Mal an einer Qualifikation für eine WM Endrunde teil. Der Erfolg blieb jedoch aus. Die Aussies scheiterten schon am ersten Gegner Nordkorea. Doch bereits acht Jahre später, 1974, schaffte man den Sprung in die Endrunde - das bisher einzige Mal. Dort verlor man jedoch seine Gruppenspiele gegen Deutschland und die DDR. Es reichte lediglich zu einem Unentschieden gegen Chile, ein spielschwaches 0:0. Erst 1977 gelang es der ASA eine Nationalliga auf die Beine zu stellen. Den gewünschten internationalen Erfolg brachte diese Maßname jedoch nicht mit sich. Nach dem bisherigem Höhepunkt 1974 folgte 1982 auch schon einer der bittersten Momente, die entscheidende Niederlage in der WM-Qualifikation gegen Neuseeland. In den folgenden Qualifikationsrunden wurde deutlich, dass nicht nur die starke sportliche Konkurrenz durch Rugby und Cricket dem australischen Fußball Probleme bereitete, sondern auch der Qualifikationsmodus. Der Gewinner der Ozeaniengruppe kann sich nicht direkt für eine WM qualifizieren und ist gezwungen ein finales Spiel gegen eine Mannschaft aus Asien oder Südamerika zu spielen. Australien dominiert die Ozeaniengruppe zwar nach Belieben, schied dann aber immer gegen hochklassigere Mannschaften der anderen Kontinentalverbände aus. Besonders deutlich wurde dies im Jahre 2002. In den ersten vier Spielen schoss man 66 Tore (u.a. das legendäre 31:0 gegen Amerikanisch Samoa) ohne ein Gegentor zu kassieren. Die Quali gelang jedoch wieder nicht, da man das entscheidende Spiel gegen Uruguay verlor. Da im Laufe der Jahre immer mehr Spieler den Weg in europäische und andere Ligen fanden ist jedoch ein kontinuierlich qualitativer Anstieg der australischen Nationalmannschaft festzustellen. Dies läßt den ASF auch in Zukunft hoffen, den Anschluss an die internationale Spitze zu bekommen. Bei der Qualifikation zur WM 2006 gelang dann die Revance gegen Uruguay und die zweite WM-Teilnahme nach 1974. Neben dem ersten WM-Tor gelang im ersten Spiel auch auf Anhieb der erste WM-Sieg. Dabei lagen die Socceroos bis kurz vor Schluss noch mit 0:1 gegen Japan hinten um dann in einem "finale furioso" noch mit 3:1 zu gewinnen. Durch ein rassiges 2:2 gegen Kroatien sicherte sich das Team sogar die Qualifikation für das Achtelfinale, wo man dann unglücklich durch einen unberechtigten Elfmeter in der Nachspielzeit gegen Italien ausschied. Im Anschluss an die WM gehört die FFA nun dem asiatischen Kontinentalverband an und verspricht sich so einerseits mehr echte Konkurrenz in Qualifikationen und zum anderen die Möglichkeit alle vier Jahre die gewohnten Relegationsspiele gegen südamerikanische Teams zu vermeiden. |




