Griechenland .:. Steckbrief
| Mannschaft: | Griechenland |
| Verband: |
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| gegründet: | 14.11.1926 |
| Farben: | blau-weiß |
| Stadion: |
Spyros Louis (OAKA)
71.030 Plätze |
| Anschrift: |
137, Singrou Avenue Nea Smirni 17121 Athen |
| Telefon: | 02 10 / 930 60 00 |
| Telefax: | 02 10 / 935 96 66 |
| Homepage: | www.epo.gr |
| E-Mail: | epo@epo.gr |
Griechenland .:. Erfolge
| 1 x Europameister |
| 2004 |
Griechenland .:. Portrait
Griechenland ist wohl eines der kulturträchtigsten und geschichtsreichsten Länder Europas. Aber die Geschichte des Landes zeigt auch auf, welch ein gewaltbereites und Schlachten erprobtes Völkchen die Griechen früher waren, was sich in vielen Kriegen widerspiegelt, sei es die Keilerei bei Issos im Jahre 333 v. Chr. oder die Kriege gegen Karthago. Die Schlachtorte und die Keilerei haben jetzt einen neuen Nährboden gefunden, den Fußball. Damit wird das große Problem im hellenischen Fußball klar: Die Gewalt in den Stadien. Diese immense Gewalttätigkeit spiegelt sich vor allem in den Heimfans des griechischen Traditionsvereins PAOK Saloniki wider, die in ganz Europa gefürchtet sind. Absoluter Höhepunkt ihres aggressiven Verhaltens war das Jahr 1992, als ihre Mannschaft beim Europapokalspiel gegen Paris St. Germain aussichtslos auf der Verliererseite stand. Das Spiel musste aufgrund der Krawalle und Schlägereien zwischen Fans und Ordnungskräften abgebrochen werden. Die Konsequenz für den Verein folgte prompt: Die UEFA schloss PAOK Saloniki für fünf Jahre von internationalen Wettbewerben aus. Angesichts dieser Strafe sollten die griechischen Vereine daraus ihre Lehren gezogen haben, doch mit Nichten. Die Fans der Mannschaften betätigen sich neben den wüsten Schlägereien auch mal als mobiles Abrisskommando. So geschehen 1995, als Fans von AEK Athen nach der 0:1 Niederlage ihrer Mannschaft im Pokalspiel gegen den Nachbarschaftsrivalen Panathinaïkos knapp 12.000 Sitze herausrissen und sie aufs Spielfeld und auf Ordnungshüter warfen. Dieses Image der griechischen Vereine hat seit dem einen schweren Schaden und große Schatten auf den griechischen Fußball geworfen. Zu dieser Zeit war die Fußballbegeisterung der Hellenen zu ihrer Nationalmannschaft nicht sonderlich groß, da sie in Europa nicht sonderlich auffiel und ihre Erfolge sich auf eine Weltmeisterschaftsteilnahme 1994 und eine Europameisterschaftsteilnahme 1980 beschränkten. Die Resultate waren jedoch katastrophal: Bei der EM 1980 in Italien erspielten die Griechen ein einziges Unentschieden gegen den späteren Europameister Deutschland und schieden mit einem einzigen Punkt aus dem Turnier aus. Die WM 1994 in den USA wurde für die Griechen zu einem Desaster. Sie gingen mit 0 Punkten und 0:10 Toren in der Gruppe unter und als schlechteste Mannschaft aus dem Turnier hervor. Der griechische Fußball hat sich aber trotz der Gewalt in den Stadien, der Manipulation durch die Militärdiktatur und der Kriege gegen die Türkei durch schwierige Zeiten gekämpft. Der erfreuliche sportliche Höhepunkt liegt für die Griechen in diesem Jahr 2004, in dem sie Ausrichter der Olympischen Spiele und Teilnehmer der Euro 2004 in Portugal sind. Bei ihren Qualifikationsspielen für die Euro 2004 überraschte die griechische Mannschaft unter ihrem Trainer und "Bremer Denkmal" Otto Rehhagel. Die Kicker aus Griechenland sicherten sich die direkte Teilnahme vor den "Qualifikationsweltmeistern" aus Spanien, die den Gruppensieg durch die 0:1 Heimniederlage gegen Griechenland verspielten. Und dann begann die Sternstunde des griechischen Fussballs! Die Hellenen wurde zu der (!) Überraschung der EM 2004. Durch die Vorrunde mogelte sie sich noch so gerade durch: punkt- und tordifferenzgleich Zweiter mit Spanien, aber sie haben häufiger eingenetzt. Dann mauerte die Rehhagel-Elf die Franzosen 1:0 weg, genau wie im Halbfinale die Tschechen. Und auch im Finale hieß es wieder 1:0 für die Griechen. Ein ganzes Land feierte und Rehhagel wurde zum "Griechen" des Jahres gewählt. |



