17.04.2016 13:35 Uhr

Soriano als Sieggarant für Salzburg

Soriano sorgte einmal mehr für die Entscheidung
Soriano sorgte einmal mehr für die Entscheidung

Dank Jonatan Soriano hat Titelverteidiger RB Salzburg in den jüngsten beiden Bundesliga-Spielen sechs Punkte geholt. Sechs Tage nach seinem Goldtor beim 1:0-Heimsieg gegen Admira Wacker war der Katalane auch Matchwinner gegen Ried. Der Kapitän verwandelte in Minute 92 einen Freistoß zum 2:1-Heimerfolg. "Wahnsinn, er ist ein unglaublicher Spieler", betonte sein Teamkollege Valon Berisha.

Soriano hält nun schon bei insgesamt 112 Bundesliga-Treffern, die er in nur viereinhalb Saisonen allesamt für die "Bullen" erzielt hat, und ist damit gemeinsam mit dem nunmehrigen Grödig-Stürmer Roman Wallner der erfolgreichste noch aktive Torjäger in Österreichs Oberhaus. "Das ist ein schöner Rekord, aber für mich gibt es kein Stopp", stellte der mit 21 Saisontreffern in der Bundesliga-Torschützenliste überlegen führende 30-Jährige klar. "Ich will und werde weiter treffen."

Der von Soriano perfekt über die Mauer ins kurze Eck gezirkelte Freistoß war auch für seinen Trainer ein ganz besonderer Treffer. "Das Tor in der Nachspielzeit war ein sehr emotionaler Moment für mich und hat riesige Freude in mir ausgelöst", verriet Óscar García. "Mit diesem Siegtor ist uns sehr viel Last von den Schultern gefallen", meinte indes Salzburg-Außenverteidiger Andreas Ulmer.

Und für Ried-Coach Paul Gludovatz hatte der Kunstschuss in der Nachspielzeit sogar schon vorentscheidenden Charakter. "Ich gratuliere bereits zum Meistertitel, das habe ich bei Soriano auch schon gemacht", erklärte der Burgenländer. Soriano selbst wollte davon aber noch nichts wissen. "Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir erst dann von der Meisterschaft sprechen sollten, wenn sie fix ist, denn jedes Spiel ist schwierig für uns."

Einer seiner Mitspieler dankte ihm ganz besonders für den verwandelten Freistoß: Stefan Lainer, der mit einem argen Schnitzer den laut Ulmer "unglaublichen" Ausgleichstreffer der Gäste eingeleitet hatte. "Das war klar mein Fehler, das hat Ried in die Karten gespielt", sagte der 23-Jährige. "Dieses Tor haben wir ihnen geschenkt", sprach auch Berisha Klartext. "Letztendlich hat die individuelle Klasse von Soriano dieses Spiel entschieden. Und da ist bei mir sehr viel Druck abgefallen", gestand Unglücksrabe Lainer.

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apa