Bearman ist der "Bellingham der Formel 1"

Seit Donnerstag ist es offiziell: Oliver Bearman wird in der kommenden Saison Stammfahrer in der Formel 1. Der Youngster zieht jetzt schon die ganz großen Vergleiche auf sich.
Haas hat den ersten Fahrer für das Jahr 2025 bestätigt. Ferrari-Nachwuchsmann Oliver Bearman wird ab dem kommenden Jahr ein Cockpit beim amerikanischen Team erhalten und damit den deutschen Piloten Nico Hülkenberg ersetzen, der zu Audi/Sauber wechselt.
Diese Personalie wird mit viel Wohlwollen aufgenommen.
Der Bellingham der Formel 1
"Sky"-Experte Craig Slater bezeichnete Youngster als "Jude Bellingham der Formel 1. Ich denke, wir müssen das feststellen."
"Er wurde im Mai 19 Jahre alt und ist der jüngste britische F1-Fahrer aller Zeiten, als er mit 18 Jahren sein Debüt für Ferrari gab.
Damit spielte er auf Bearmans Einsatz für Ferrari an, als Stammpilot Carlos Sainz aufgrund einer Blinddarm-Operation passen musste. Der junge Brite überzeugte bei der Scuderia, landete in seinem ersten Formel-1-Rennen auf Platz sieben.
"Es ist eine spannende Sache für uns, einem so talentierten Nachwuchsfahrer wie Oliver seine erste Formel-1-Saison zu ermöglichen. Er hat sich in der Ferrari-Akademie zu einem unheimlich reifen Fahrer entwickelt. Das konnte jeder sehen, als er in Saudi-Arabien kurzfristig eingesprungen ist", wird Haas-Teamchef Ayao Komatsu zitiert.
Per Kaltstart auf Platz sieben
"Bei seinem Debüt in Dschidda kam er als Siebter in die Punkteränge, und ich nehme an, dass er letztendlich das Ziel hat, Vollzeitfahrer bei Ferrari zu werden und mit diesem Team Rennen und Weltmeisterschaften zu gewinnen", sagte "Sky"-Experte Slater.
Der TV-Mann stellt die Frage in den Raum, ob Bearman genau zum richtigen Zeitpunkt zum Team stoße.
"Lewis Hamilton geht dorthin [zu Ferrari], aber er wird nächste Saison 40 Jahre alt sein, wenn er sein Debüt bei Ferrari gibt. Dieses Potenzial ist vorhanden."
Bearman fährt aktuell noch für Prema Racing in der Formel 2.
Neben Hülkenberg geht Kevin Magnussen aktuell noch für Haas an den Start. Der Däne hat sein Cockpit für das nächste Jahr aber nicht sicher. Magnussen (5) rangiert in der Fahrerwertung derzeit neun Punkte hinter Teamkollege Hülkenberg (14).