Borussia Mönchengladbach plant Jugend-Revolution

Borussia Mönchengladbach erlebte eine enttäuschende Bundesliga-Saison. Damit es bald wieder nach oben geht, wollen die Gladbacher vermehrt auf die eigene Jugend setzen - frei nach dem Vorbild von Rocco Reitz, der sich in der abgelaufenen Spielzeit zum Stammspieler entwickelte.
Mit Platz 14 verlief die Bundesliga-Saison von Borussia Mönchengladbach alles andere als nach Plan. Sogar der Abstieg konnte lange nicht ausgeschlossen werden.
Ein kompletter Neuanfang läge nah, doch die Gladbach-Verantwortlichen wollen einen Plan weiterverfolgen, der im letzten Jahr einer der wenigen war, die gut funktioniert haben.
Rocco Reitz steht stellvertretend für diesen Ansatz. Der 21-Jährige mauserte sich vom Talent zum Stammspieler der Fohlenelf und steigerte dabei seinen Marktwert um mehr als das zehnfache auf rund zehn Millionen Euro.
Aus den eigenen Talenten Leistungsträger machen: Das soll auch in der anstehenden Spielzeit gelingen.
Gladbach: Virkus setzt bei Jugend auf "das Leistungsprinzip"
"Wir geben einigen Talenten die Möglichkeit, sich in der Vorbereitung zu präsentieren. Aber es gilt das Leistungsprinzip - davon machen wir auch abhängig, wer mit ins Trainingslager fährt", erklärte Sport-Chef Roland Virkus in der "Sport Bild".
Gemeint sind Niklas Swider, Kilian Sauck, Winsley Boteli und Charles Herrmann. Allesamt dürfen sich im Profi-Training, das am 10. Juli beginnt, beweisen. Ziel ist es, dass mindestens zwei von ihnen mit ins Trainingslager am Tegernsee fahren. Dieses ist vom 27. Juli bis zum 02. August angesetzt.
Bereits in der vergangenen Saison durften sich die Gladbacher Junioren immer wieder bei den Profis beweisen. Cheftrainer Gerardo Seoane und sein Co Guido Streichsbier setzten einmal wöchentlich ein Schnittstellen-Training an. In der kommenden Saison soll darauf noch mehr Wert gelegt werden.
Der Vorteil des Jugend-Ansatzes ist klar: Man spart sich Geld für teure Transfers und kann bei einer positiven Entwicklung der Spieler diese dann womöglich für viel Geld verkaufen, wenn ein größerer Klub anklopfen sollte. Alles unter der Bedingung, dass sie dann auch einen Leistungssprung wie Rocco Reitz in der abgelaufenen Saison hinlegen.