Fortuna Düsseldorf .:. Steckbrief

Mannschaft: Fortuna Düsseldorf
vollst. Name: Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895
Land: Deutschland Deutschland
gegründet: 05.05.1895
Farben: rot-weiß
Mitgliederzahl: 4.417
Sportarten: Fussball, Handball
Stadion: ESPRIT arena
54.600 Plätze
Anschrift: Flinger Broich 87
40235 Düsseldorf
Telefon: 02 11 - 23 80 10
Telefax: 02 11 - 23 27 71
Homepage: www.fortuna95.de
E-Mail: service@fortuna-duesseldorf.de

Fortuna Düsseldorf .:. Erfolge

1 x Deutscher Meister
1933 
1 x Meister 2. Bundesliga
1989 
2 x Deutscher Pokalsieger
1979  1980 

Fortuna Düsseldorf .:. Portrait

Ein ganz großer Name ist ganz tief gefallen. Fortuna Düsseldorf gehört zweifelsohne zu den Traditionsvereinen in der deutschen Fußball-Landschaft. 2002 sind die Düsseldorfer aber im fußballerischen Niemandsland – der Oberliga Nordrhein - angekommen. In 2004 gelang dann zumindest wieder die Rückkehr in die Regionalliga Nord.

Die Wurzeln des ehemaligen Deutschen Meisters und Pokalsiegers liegen im 19. Jahrhundert. Mit der Gründung des Turnverein Flingern am 5.Mai 1895 beginnt auch die Geschichte der Fortunen. Dem runden Leder jagte man damals beim TV allerdings nicht hinterher. Im Vordergrund standen „Körperbetüchtigung und Bewegung“. Im Jahre 1919 fusionieren die Turner mit den Fußballern vom „Düsseldorfer Fußballklub Fortuna 1911“, der bereits den Zusammenschluss mit einem weiteren Düsseldorfer Fußball-Verein hinter sich hatte. Die Fortuna kickte bereits seit 1913/14 ganz offiziell im Westdeutschen Spielverband mit.

Namensgeber des Traditionsclubs war übrigens nicht wie von vielen angenommen die Glückgöttin Fortuna, sondern ein Pferdefuhrwerk einer Brotfabrik.

1927 ermöglicht der Gewinn der Bezirksmeisterschaft die erste Teilnahme an der deutschen Meisterschaft. Hier dürfte der Nationaltrainer Otto Nerz auf Otto Albrecht aufmerksam geworden sein, denn der Düsseldorfer geht ein Jahr später als erster Nationalspieler der Fortunen in die Geschichte ein; Rekordnationalspieler der Männer vom Rhein wird Paul Janes. Auch Torwart-Legende Toni Turek, im WM-Finale von Bern zwischen den Pfosten, war ein Düsseldorfer.

Zu einem Eckpunkt in der Erfolgsstory Fortunas wird der 11. Juni 1933. An diesem Tag erringt der Verein seinen einzigen Deutschen Meistertitel dank eines 3:0-Finalsieges über die Schalker Knappen. In den nächsten beiden Finalteilnahmen scheint Fortuna nicht auf der Seite des gleichnamigen Vereins zu sein: Sowohl das Endspiel um die nationale Meisterschaft 1936 als auch das Pokalfinale 1938 gehen verloren.

Aus der Oberliga West, die nach dem Weltkrieg 1947 gebildet wird, steigen die Düsseldorfer bis zur Gründung der Fußball-Bundesliga 1963 zweimal ab. Den Sprung in die Elite-Klasse des deutschen Fußballs schafft Düsseldorf erst 1966. Einen Abstieg haben sie noch zu verkraften ehe mit dem Wiederaufstieg 1971 die glorreichen Siebziger Jahre beginnen.

1973 und 74 spielen die Fortunen erstmals auf internationalem Parkett, im UEFA-Cup. In der Saison 1978/79 folgt die Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger. Vorausgegangen war dieser zwar die fünfte Niederlage der Düsseldorfer im DFB-Pokalfinale, aber der siegreiche rheinische Rivale 1. FC Köln startete als Deutscher Meister im Europa-Cup der Landesmeister. Diese große Chance ließen sich die Fortunen nicht nehmen und spielten sich Runde um Runde weiter. Ausgerechnet im Finale reißt das Erfolgsband ab: Gegen den FC Barcelona steht Fortuna Düsseldorf am 16. Mai 1979 in Basel dicht vor dem größten Triumph in der Vereinsgeschichte. Angefeuert von 10.000 mitgereisten Schlachtenbummlern verlangen die Deutschen unter Erfolgstrainer Hans-Dieter Tippenhauer dem spanischen Traditionsvereins alles ab - vergebens. Nach regulärer Spielzeit steht es 2:2, Wolfgang Seel und Thomas Allofs hatten für ihr Team getroffen. In der Verlängerung lässt Seel den Ball zwar noch ein weiteres Mal im Netz zappeln, aber zu diesem Zeitpunkt steht es schon 2:4.

Über diese Niederlage kann einen Monat später der erstmalige Gewinn des DFB-Pokals ein wenig hinwegtrösten. Der Fluch, der auf den Fortunen zu liegen schien – immerhin hatte man bereits fünf Pokalendspiele erreicht, aber auch alle fünf verloren – wurde besiegt, genau wie Endspielgegner Hertha BSC Berlin. Auch 1980 gewinnt der Lieblingsverein der Toten Hosen den nationalen Pokalwettbewerb, besondere Genugtuung dürfte dabei der Finalsieg über den 1.FC Köln gewesen sein.

Mit dem Ende der Siebziger Jahre endet auch die erfolgreichste Zeit des Clubs. In der Bundesliga reicht es fortan nur noch für Platzierungen im unteren Mittelfeld – 1986/87 schließlich kommt es wie es kommen muss und die Rot-Weißen steigen ab.

Zwei Jahre später folgt noch mal ein dreijähriges Intermezzo in der ersten Liga, das 1991/92 mit dem letzten Platz beendet wird. Dieser steht am Anfang einer Berg- und Talfahrt sondergleichen, denn Fortuna Düsseldorf wird direkt durchgereicht in die Oberliga (damals dritte Liga) um dann den gleichen Weg noch mal in umgekehrter Richtung zu gehen, also von Liga drei über die zweite Liga direkt ins Oberhaus. Eng verbunden mit den Fortunen ist in diesen Tagen der Name Alexandar Ristic, der dreimal als Trainer engagiert wird.

Seit 1997 führt der Weg nur noch hinab, bis in ungeahnte Tiefen. Vorläufiger „Höhepunkt“: Der Absturz in die Oberliga, die vierthöchste Liga. So misst man sich 2003/2004 nicht mehr mit München, Schalke oder dem HSV, sondern Bocholt, Velbert und Kleve. Aber immerhin gelingt in dieser Saison auch die Rückkehr in die Regionalliga Nord, in der nun wieder bessere Zeiten für die Fortunen anbrechen sollen.