Real Madrid .:. Steckbrief

Mannschaft: Real Madrid
vollst. Name: Real Madrid Club de Fútbol
Land: Spanien Spanien
Spitzname: Die Königlichen
gegründet: 06.03.1902
Farben: weiß-blau
Mitgliederzahl: 90.699
Sportarten: Fußball, Basketball
Stadion: Santiago Bernabéu
85.454 Plätze
Anschrift: Avenida Concha Espina 1
28036 Madrid
Telefon: 0 91 / 39 84 300
Telefax: 0 91 / 39 84 391
Homepage: www.realmadrid.es

Real Madrid .:. Erfolge

3 x Weltpokalsieger
1960  1998  2002 
9 x Champions League Sieger
1956  1957  1958  1959  1960  1966  1998  2000  2002 
2 x Europa League Sieger
1985  1986 
1 x Europäischer Supercupsieger
2002 
32 x Spanischer Meister
1932  1933  1954  1955  1957  1958  1961  1962  1963  1964  1965  1967  1968  1969  1972  1975  1976  1978  1979  1980  1986  1987  1988  1989  1990  1995  1997  2001  2003  2007  2008  2012 
18 x Spanischer Pokalsieger
1905  1906  1907  1908  1917  1934  1936  1946  1947  1962  1970  1974  1975  1980  1982  1989  1993  2011 
9 x Spanischer Supercupsieger
1947  1988  1989  1990  1993  1997  2001  2003  2008 

Real Madrid .:. Portrait

Real Madrid wurde am 6. März 1902 gegründet, bis 1920 hieß der Verein „Madrid Club de Fútbol“, durfte dann aber durch einen Erlass des spanischen Königs (Alfonso XIII) den königlichen Zusatz „Real“ in seinen Namen aufnehmen. Bereits 1932/33 gewann die Elf aus der spanischen Hauptstadt zweimal in Folge den Meistertitel und 1936 zum dritten Mal den spanischen Pokal (nach 1905 und 1908). Danach folgte erst einmal eine längere Durststrecke. Seit den fünfziger Jahren dominierte Real aber zumeist die erste spanische Liga und ist in seiner Vereinsgeschichte nie aus der heutigen „Primera Division“ abgestiegen. Lediglich in den neunziger Jahren verloren die Madrilenen vorübergehend ihre Vorherrschaft an den Erzrivalen FC Barcelona, drehten aber die Verhältnisse gegen Ende der Dekade wieder zu ihren Gunsten; 29 Meistertitel sprechen da eine eindeutige Sprache (ebenso die 17 Erfolge im nationalen Pokalwettbewerb und die 16 zweiten Plätze in der Liga).

Seitdem 1956 die europäischen Vereinswettbewerbe eingeführt wurden, hat die meistens ganz in weiß spielende Elf auch bei den Titelvergaben auf internationalem Terrain fast immer ein Wörtchen mitgeredet. Gerade in den fünfziger Jahren war Real nahezu übermächtig, der Verein gewann mit dem so genannten „Weißen Ballett“ – angeführt vom kongenialen Duo Alfredo di Stefano / Ferenc Puskas - die ersten fünf Austragungen des Europapokals der Landesmeister (1956-1960). Dieses Unternehmen gelang 1966 noch einmal, danach konnte der Hauptstadtclub trotz nahezu ständiger Präsenz lange keinen internationalen Titel erringen. Erst die 80er Jahre brachten auch den Erfolg auf europäischer Ebene zurück, 1985 und 1986 gewannen die „Königlichen“ den UEFA-Pokal und 1998 mit Coach Jupp Heynckes erstmals die inzwischen entstandene Champions League (dies gelang auch 2000 und 2002). Unvergessen sind im Zusammenhang mit der europäischen „Königsliga“ auch Reals Duelle mit dem FC Bayern München.

Neben seinen sportlichen Erfolgen hat Real Madrid in den letzten Jahren auch aufgrund seiner Transferpolitik für Schlagzeilen gesorgt: die Strategie der Vereinsführung unter Präsident Perez, einen Weltstar nach dem anderen zu verpflichten, brachte dem Club bei der Konkurrenz zwar nicht nur Sympathien ein, hat sich aber bisher ausgezahlt: Figo, Zidane, Roberto Carlos und Ronaldo haben dem Club schon viele Erfolge beschert. Auch Megastar David Beckham, der vielleicht spektakulärste Neuzugang, hat sich in das Kollektiv eingefügt. Bei aller Kritik an Reals Einkaufspolitik wird oft vergessen, dass der Verein eine ausgezeichnete Jugendarbeit betreibt und jüngeren Spielern durchaus ihre Chance gibt. Der mittlerweile zum Weltstar avancierte Raul und Torhüter Iker Casillas (er debütierte mit 17 in der Champions League) stellen dafür ein beeindruckendes Zeugnis dar.

Zuletzt scheint aber Sand in das Getriebe der - zwischenzeitlich seitens der spanischen Boulevardpresse in den Status „galaktisch“ erhobenen Elf - gekommen zu sein. Nach dem Aus des „Goliath“ gegen „David“ (AS Monaco) in der Champions-League 2003/04 folgten auch in der Liga mehrere Niederlagen nacheinander und Real beendete nach einer langen Zeit an der Tabellenspitze die Saison nur auf dem vierten Rang.