1. FC Saarbrücken .:. Steckbrief

Mannschaft: 1. FC Saarbrücken
vollst. Name: 1. Fussball Club Saarbrücken
Land: Deutschland Deutschland
gegründet: 18.04.1903
Farben: blau-schwarz
Mitgliederzahl: 1.750
Sportarten: Fußball, Tischtennis, Handball
Stadion: Ludwigspark
35.303 Plätze
Anschrift: Berliner Promenade 12
66111 Saarbrücken
Telefon: 06 81 / 9 71 44 0
Telefax: 06 81 / 9 71 44 62
Homepage: www.fc-saarbruecken.de
E-Mail: info@fc-saarbruecken.de

1. FC Saarbrücken .:. Erfolge

2 x Meister 2. Bundesliga
1976 Süd  1992 Süd 
1 x Meister Regionalliga West
2010 
1 x Oberliga Südwest
2008/2009 

1. FC Saarbrücken .:. Portrait

Einen runden Geburtstag feierte der 1. FC Saarbrücken am 18.4.2003. Stolze 100 Jahre wurde der Verein an diesem Tag.
Im TV 1876 Malstatt (Malstatt ist ein Stadtteil von Saarbrücken) gründet sich die Saarbrücker Fußballabteilung im April 1903. Doch schon 1911 splitten sich die Fußballer vom Turnverein ab und kicken bis 1943 als FV 03 Saarbrücken. Als KSG Saarbrücken, wie man sich während bzw. nach dem zweiten Weltkrieg kurze Zeit nennt, erregen die Blau-Schwarzen erstmals Aufmerksamkeit. Als Erster der Gauliga Westmark qualifizieren sie sich für die Deutsche Meisterschaft, die sie als Vizemeister abschließen. Im Endspiel erweist sich der von Helmut Schön angeführte Dresdner SC als eine Nummer zu groß.

Die Wiedergründung nach dem Krieg bringt dann den bis heute beibehaltenen Vereinsnamen 1. FC Saarbrücken. Kurioserweise nimmt der FCS kurz später den Spielbetrieb in Frankreich auf. Der französische Fußballverband gestattet ihm den Start in der zweiten französischen Division, der Weg in die erste Liga der Franzosen bleibt den Saarbrückern trotz Meisterschaft (vor Girondins Bordeaux) jedoch verwehrt. Der Verband lehnt die Teilnahme der Blau-Schwarzen an ihrer Nationalliga ab.

Ehe die Saarbrücker vom DFB in die Oberliga Südwest eingegliedert werden, spielen sie im vom FCS ins Leben gerufenen Saarlandpokal. In der Oberliga Südwest finden sich die Saarländer ähnlich gut zurecht wie im französischen Fußball. Als Meister starten sie in der Vorrunde um die Deutsche Meisterschaft. Schalke 04, Nürnberg und der HSV - sie alle lässt der FCS in seiner Gruppe hinter sich und steht damit im Finale um den Titel. In Ludwigsburg reicht es aber wieder nicht - Finalgegner VfB Stuttgart darf sich über einen 3:2-Sieg freuen und der FCS ist zum zweiten Mal "nur" Vizemeister.

Eine der größten Stunden in der Vereinsgeschichte schlägt 1955. Als Vertreter des Saarlandes spielt der FCS im erstmals ausgetragenen Europapokal. Gegner in Runde eins ist kein geringerer als der AC Mailand. Im Guiseppe-Meazza-Stadion (damals noch Stadio San Siro) erleben die Blau-Schwarzen ein unvergessliches Spiel, dass sie mit 4:3 gewinnen. Die Mailänder können im Rückspiel (4:1) den Kopf allerdings noch mal aus der Schlinge ziehen.

Als am 24.8.1963 die ersten Spiele in der neuen Fußball-Bundesliga ausgetragen werden, stehen auch die Saarbrücker auf dem Platz. Die Auftaktniederlage gegen den 1. FC Köln ist der Anfang vom Ende - nur sechs Siege verbucht der FCS in 30 Spielen - zu wenig, um die Klasse zu halten. Die Saarbrücker tun ihr Möglichstes, ihren Platz in der Beletage des deutschen Fußballs wieder zu erlangen. Einige Male wird in den Folgejahren auch die Aufstiegrunde erreicht, aber selbst mit Jupp Derwall, der später noch als Trainer von sich Reden machen sollte, will es mit dem Aufstieg nicht klappen. Das zuvor verpasste wird aber 1976 nachgeholt. Immerhin können sich die Blau-Schwarzen dieses Mal zwei Spielzeiten im Oberhaus halten. Der Misserfolg 1977/78 wird hauptsächlich auf Querelen im Vorstand und die Entlassung von Coach Manfred Krafft zurückgeführt.

Mit dem erneuten Abstieg beginnt eine trostlose Zeit. Der sportliche Erfolg bleibt aus, die Saarbrücker Fans müssen sich mit Amateur-Fußball begnügen. Auch finanziell sieht es düster aus. Der Retter in Not heißt Günther Mast, Chef des Unternehmens Jägermeister. Durch die finanziellen Zuwendungen des Mannes, dessen Firma in den Siebzigern als erster Trikotsponsor in die Annalen einging, kann man dem Konkurs entgehen.

1985 feiert man ein kurzes Comeback in der Bundesliga. In den folgenden Jahren hat der FCS ein Problem - er scheint zu stark für die zweite und zu schwach für die erste Liga zu sein. 1995 ist man sogar zu schwach für die zweite Liga - aber nicht sportlich, sondern nur finanziell. Nach dem Lizenzentzug finden sich die Saarbrücker in der Regionalliga wieder, und dass, obwohl man die Zweitliga-Saison 94/95 auf einem beachtlichen siebten Platz abgeschlossen hatte. Nach fünf Jahren im Amateurfußball hat das Profigeschäft den FCS wieder. Die Visionen von Präsident Ostermann - der gibt im zweiten Jahr den Aufstieg in die erste Liga als Ziel vor - haben jedoch nur wenig mit der Realität zu tun. Platz sechzehn ist für die Blau-Schwarzen gleichbedeutend mit dem vorerst letzten Abstieg (in die Regionalliga).