VfL Bochum .:. Steckbrief

Mannschaft: VfL Bochum
vollst. Name: Verein für Leibesübungen Bochum 1848 Fußballgemeinschaft e.V.
Land: Deutschland Deutschland
gegründet: 01.07.1848
Farben: blau-weiß
Mitgliederzahl: 3.800
Sportarten: Badminton, Basketball, Fechten, Fußball, Handball, Hockey, Leichtathletik, Schwimmen, Tanzsport, Tischtennis, Tennis, Turnen, Volleyball
Stadion: rewirpowerSTADION
31.328 Plätze
Anschrift: Ruhrstadion
Castroper Straße 145
Postfach 102822
44791 Bochum
Telefon: 02 34 - 95 18 48
Telefax: 02 34 - 95 18 95
Homepage: www.vfl-bochum.de
E-Mail: info@vfl-bochum.de

VfL Bochum .:. Erfolge

3 x Meister 2. Bundesliga
1994  1996  2006 

VfL Bochum .:. Portrait

Die ehemals „graue Maus der Bundesliga“ heißt mit vollständigem Namen „Verein für Leibesübungen 1848 Bochum e.V.“ und das, obwohl der Verein erst 1938 entsteht. Da schließen sich nämlich unter dem Druck der Nationalsozialisten die krisengeschüttelten Vereine TuS Bochum, Turnverein 48 und Germania 06 Bochum zusammen. So wird aus den „Turnern“ vom TV 48, den eher wilden Kickern der Germania und den feinen Herrschaften des TuS Bochum eine mehr oder weniger homogene Gemeinschaft.

Die Mannschaft hat zunächst in der Fußballelite kein Mitspracherecht, spielt sie doch bis 1968 in der Regionalliga. Dennoch schafft sie es, die so genannten „Großen“ zu ärgern. Sie erreicht in der Saison 1967/68 nach Siegen über die vier Bundesligisten Karlsruhe, Stuttgart, Mönchengladbach und Bayern München das Finale des DFB-Pokals und muss sich erst dort den Geißböcken aus Köln geschlagen geben.

Mit der Verpflichtung des Ex-Nationalspielers Werner „Eia“ Krämer kommt auch der sportliche Aufstieg wie bestellt: Die Bochumer marschieren geradewegs von der Regional- in die Bundesliga und sind damit 1971 in der Fußballelite angekommen. 1976 stellen sie mit Jupp Tenhagen gar ihren ersten Nationalspieler. Bochum scheint zur etablierten Größe gewachsen zu sein. Spitzenplatzierungen springen aber bislang nicht heraus. Um dem erhöhten Fanaufkommen gerecht zu werden, muss das Ruhrstadion umgebaut werden. Am 30. Juli 1979 wird es mit einem Spiel gegen den Bochumer „Satelliten“ Wattenscheid neu eingeweiht.

1984 ist aus sportlicher Sicht zwar uninteressant (der VfL belegt zu Saisonende mal wieder einem schmalen 15. Rang), aber ein anderes Ereignis bestimmt maßgeblich den zukünftigen Einlauf der Mannschaft ins eigene Stadion: Herbert Grönemeyer stiftet dem Verein mit seinem Song „Bochum“ eine Identifikationshymne, bei der selbst so manch gegnerischer Fan eine Gänsehaut bekommt. Die bekommen jedoch auch regelmäßig die eigenen Anhänger, da der Verein ständig abstiegsbedroht ist.

Da die Bochumer, wie in der Relegation 1990 gegen Saarbrücken, den Kopf stets aus der Schlinge zu ziehen wissen, verpassen sich die Bochumer in der Saison 1992/93 selbst das Attribut „unabsteigbar“. Da man sich mit dem Schicksal bekanntlich nicht anlegen soll, erwischt es den Verein ausgerechnet in diesem Jahr und der VfL ist nicht mehr erstklassig. Aus der „grauen Maus“ wird eine „Fahrstuhlmannschaft“, die zwei Abstiegen jeweils einen direkten Wiederaufstieg folgen lässt.

Dem letzten Aufstieg folgt die bisher beste Platzierung in der Vereinsgeschichte, als man sich 1997 für den UEFA-Cup qualifizieren kann. Dort ist jedoch im Achtelfinale gegen Ajax Amsterdam wieder Schluss. Bochums „Zaubermaus“ Darius Wosz wird dennoch Nationalspieler. Bereits 1999 setzt sich der Fahrstuhl erneut in Gang: Das bekannte Spiel wiederholt sich, zwei Abstiege wechseln sich mit zwei Aufstiegen ab.

Unter dem nach eigenem Bekunden besten Trainer der Welt Peter Neururer fighten sie sich jedoch in die Bundesliga zurück und nehmen 2003 einen respektablen 9. Platz ein. Das selbst ernannte Großmaul ("Das letzte Mal, dass ich so hoch verloren hab, war gegen meinen Bruder im Tipp-Kick.") macht unter anderem Paul Freier zum dritten Bochumer Nationalspieler. Die graue Maus ist längst bunt geworden.

Ein Jahr später setzt sich der Aufstieg der Bochumer weiter fort. Platz fünf – noch vor den Ruhrpott-Konkurrenten aus Schalke und Dortmund – bedeutet die Rückkehr ins internationale Geschäft.