Am Dienstag berät der Fußball-Weltverband über die Aufstockung der Endrunde ab 2026 von 32 auf 40 oder 48 Teilnehmer. Begonnen hat alles 1930 mit 13 Startern....
Der Strafraum war sein Reich. Wenn Gerd Müller in Tornähe an den Ball kam, dann hat es in der Regel Bumm gemacht. Am Dienstag wird der Bomber der Nation 70 Jahre alt....
Was kommt dabei heraus, wenn sich Nationalspieler während einer WM mit Mädchen im Pool vergnügen und der Kapitän sich die Nacht vor dem Endspiel telefonierend um die Ohren schlägt? Ein Vizeweltmeister....
In der Blütezeit des niederländischen Fußballs soll in Oranje-Teams in großem Umfang gedopt worden sein - auch in den Vizeweltmeister-Mannschaften von 1974 und 1978....
die Vor- und Zwischenrunde überstanden. Die ersten Minuten des Spiels scheinen die Skeptiker im deutschen Lager zu bestätigen. Zwar gewinnt Kapitän Beckenbauer die Seitenwahl, doch die Niederländer haben Anstoß und übernehmen sofort die Regie. Exakt nach 56 Sekunden erscheint Cruyff erstmals im deutschen Strafraum, wo ihm Hoeneß die Beine wegzieht. Den fälligen Elfmeter verwandelt Johan Neeskens unhaltbar für Maier. Danach berennt die keineswegs geschockte deutsche Elf voller Elan das niederländische Tor. In der 25. Minute pfeift der englische Schiedsrichter John Taylor erneut, diesmal auf der anderen Seite: Hölzenbein kommt im Duell mit Wim Jansen zu Fall, den Strafstoß verwandelt Paul Breitner unhaltbar für den niederländischen Schlussmann Jan Jongbloed zum Ausgleich. Wie zuvor Maier wählt auch Jongbloed die falsche Ecke. Er pariert dafür in der 35. Minute einen von Beckenbauer raffiniert über die Mauer getretenen Freistoß, ist aber acht Minuten später machtlos, als Bonhof energisch auf dem rechten Flügel durchmarschiert und flach in die Mitte passt. Müller lässt im Strafraum auf engstem Raum mit einer Körpertäuschung seine Gegenspieler stehen und schießt nicht hart, dafür aber sehr platziert zum 2:1 ein. Diese zwei Minuten vor dem Pausenpfiff erzielte Führung verteidigt die bundesdeutsche Elf mit Glück und Geschick in den zweiten 45 Minuten gegen nun stürmisch anrennende Niederländer. In der 51. Minute köpft Breitner für den schon geschlagenen Maier nach dessen misslungener Faustabwehr den Ball von der Torlinie. Eine Minute später rettet der Schlussmann gegen einen Kopfball von Wim van Hanegem. In der 75. Minute ist es Rechtsaußen Rep, der freistehend in Maier seinen Meister findet. Das holländische Powerplay lässt natürlich Raum für Konterangriffe, doch weder Bonhof in der 48. Minute noch Hoeneß in der 74. und der 83. Minute können aussichtsreiche Gelegenheiten nutzen. In der 84. Minute lässt Taylor seine Pfeife stecken, als Hölzenbein erneut im Strafraum zu Boden geht. Eine Minute später hat noch einmal Neeskens die Chance, die immer verzweifelteren Versuche der Holländer, das Blatt in der zweiten Hälfte noch zu wenden, mit dem Ausgleich zu belohnen. Sein Schuss verfehlt jedoch ganz knapp das deutsche Tor. Nach dem Schlusspfiff schäumt die Begeisterung über, als Mannschaftskapitän Franz Beckenbauer den Weltpokal entgegennimmt und den Zuschauern präsentiert. Nach dem unerfreulichen Prämienpoker zu Beginn, geht das sportlich erfolgreiche Turnier auch mit einem Missklang zu Ende: Den Spielerfrauen wird von Seiten der DFB-Offiziellen die Teilnahme am Siegerbankett verwehrt, Hoeneß und andere lassen sich das nicht gefallen. Das Ende vom Lied: Ebenso wie Grabowski und Overath verabschiedet sich auch der erfolgreichste DFB-Torjäger Müller nach 62 Einsätzen und 68 Toren aus der Nationalelf....