30.06.2024 21:03 Uhr

Schweinsteiger benennt vermeintliche Schwäche im DFB-Team

Bastian Schweinsteiger äußerte sich zum deutschen EM-Sieg gegen Dänemark
Bastian Schweinsteiger äußerte sich zum deutschen EM-Sieg gegen Dänemark

Spätestens seit dem 2:0-Erfolg im EM-Achtelfinale gegen Dänemark ist klar: Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft kann bei der Europameisterschaft im eigenen Land tatsächlich um den Titel mitspielen. Doch gilt die DFB-Elf mittlerweile sogar schon als Favorit auf den EM-Pokal? So weit würde Ex-Weltmeister Bastian Schweinsteiger zumindest noch nicht gehen.

Der langjährige Mittelfeld-Star des FC Bayern betonte am "ARD"-Mikrofon am Sonntagabend, dass alleine das bisher Erreichte schon als großer Erfolg zu werten sei: "Wir sind in einer guten Verfassung. Vor einem Jahr hätten wir 'Viertelfinale bei der Heim-EM' mit Sicherheit sofort unterschrieben", verwies Schweinsteiger darauf, dass der deutsche Nationalmannschafts-Fußball vor nicht einmal acht Monaten noch in Trümmern lag.

Damals hatte das DFB-Team die Freundschaftsspiele gegen die Türkei (2:3) und Österreich (0:2) verloren, anschließend war der gerade erst installierte Bundestrainer Julian Nagelsmann scharf in die Kritik geraten.

Bei der laufenden Heim-EM seien die Leistungen zwar deutlich stärker einzuschätzen, befand Ex-Weltmeister Bastian Schweinsteiger. Er verwies dennoch auf die vermeintlich größte Schwäche bei der deutschen Nationalmannschaft: "Wir spielen besseren Fußball, aber: Wir haben immer noch so Situationen, in denen wir den Gegner noch leben lassen. Wir hätten auch die Dänen schon früher ausschalten können", so der 39-Jährige.

Rüdiger-Formulierung sorgt für Kritik

Er wählte dabei eine ähnliche Wortwahl wie am Samstagabend Antonio Rüdiger, der im Nachgang einige Kritik erfahren hatte. Der deutsche Abwehrchef hatte nach dem 2:0-Sieg gegen die Dänen gesagt: "Es fühlt sich ganz gut an. Ich denke, wenn man das Spiel gesehen hat, wir waren von Anfang an dominant. Was wir kritisieren können, ist, dass wir sie nicht früher getötet haben."

Für die martialische Wortwahl erntete Rüdiger in den sozialen Medien sowie in der Presse-Landschaft einige Kritik.