"Darf nicht sein": Bayern-Boss Hainer verschärft den Ton

Beim FC Bayern würde man die abgelaufene Saison am liebsten schnell vergessen. Klub-Präsident Herbert Hainer macht aus seiner Unzufriedenheit keinen Hehl.
Die Spielzeit 2023/2024 habe "nicht unseren Vorstellungen entsprochen, weil wir bei den Männern nicht die Erfolge hatten, wie wir sie gerne gehabt und erwartet hätten", erklärte der 69-Jährige im Interview mit Bayerns Mitgliedermagazin "51".
Hainer ergänzte: "Dass der FC Bayern in der Meisterschaft so früh keine Chance mehr hat, darf einfach nicht sein. Auch das schnelle Pokal-Aus hat uns alle geärgert."
Bereits in Runde zwei war der haushohe Favorit an Drittligist 1. FC Saarbrücken gescheitert. In der Liga war gegen Bayer Leverkusen zudem kein Kraut gewachsen.
"Titellose Spielzeiten dürfen kein Dauerzustand werden", forderte Hainer, der den Ton an der Säbener Straße mit seinen Aussagen spürbar verschärft.
FC Bayern plant personellen Umbruch
Dabei war Thomas Tuchel mit seiner Mannschaft gut aus den Startlöchern gekommen. Nach und nach verlor der FC Bayern jedoch den Faden, einzig in der Champions League stimmten die Leistungen noch.
Als Konsequenz aus dem Absturz räumt Tuchel seinen Trainerstuhl, sein Nachfolger wird Vincent Kompany. Nach zahlreichen Absagen wurde der Belgier gegen eine Millionen-Ablöse vom Premier-League-Absteiger FC Burnley losgeeist.
"Die Art und Weise, wie wir teilweise gespielt haben, dass wir sehr unterschiedlich in unseren Leistungen waren und keine Konstanz reingebracht haben, das hat niemandem gefallen", merkte Hainer kritisch an: "Diese Schwankungen haben die ganze Saison geprägt."
Der Vereinsboss hofft, dass im Sommer der Turnaround gelingt. "In Zukunft muss der FC Bayern wieder die Konstanz und Dominanz auf den Platz bringen, die er normalerweise ausstrahlt", so Hainer.
Für den Neustart soll der Kader auf mehreren Positionen umgebaut werden. Vier bis fünf Stars sollen abgegeben werden, um Platz für Verstärkungen zu schaffen.
Als Verkaufskandidaten gelten u.a. Dayot Upamecano, Alphonso Davies und Serge Gnabry.