13.09.2024 09:11 Uhr

Nmecha und die verzweifelte Hoffnung auf den BVB-Durchbruch

Felix Nmecha ist aktuell nur Joker beim BVB
Felix Nmecha ist aktuell nur Joker beim BVB

30-Millionen-Mann Felix Nmecha wartet bei Borussia Dortmund weiterhin auf den Durchbruch. Der Mittelfeldspieler muss sich auch unter Nuri Sahin mit der Joker-Rolle begnügen. Das Warten auf die Initialzündung im BVB-Trikot dauert an. Ist die Hoffnung gar vergeblich?

Für Felix Nmecha geht die neue Saison bei Borussia Dortmund so los, wie die alte Spielzeit aufgehört hatte: Der 23-Jährige ist Herausforderer im Konkurrenzkampf um einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld.

An den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen gegen Eintracht Frankfurt (2:0) und bei Werder Bremen (0:0) sammelte er lediglich neun beziehungsweise 13 Einsatzminuten. Beim Pokal-Auftakt gegen Phönix Lübeck (4:1) kam Nmecha gar nicht zum Zug - zu wenig für seine persönlichen Ansprüche.

Schließlich wollte Nmecha durch seinen Wechsel vom VfL Wolfsburg zum BVB im Sommer 2023 eigentlich den nächsten Entwicklungsschritt vollziehen. Wenige Monate zuvor hatte der gebürtige Hamburger unter dem damaligen Bundestrainer Hansi Flick noch in der deutschen Nationalmannschaft debütiert.

Der BVB nahm satte 30 Millionen Euro in die Hand, um sich die Dienste Nmechas zu sichern. Dieser sei "ein schneller, technisch versierter und physisch starker Spieler, der unser Mittelfeld durch sein Profil sowohl offensiv als auch defensiv bereichern wird", versicherte Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl im Rahmen der kostspieligen Verpflichtung. Der Klub sei "davon überzeugt, dass die Entwicklung von Felix noch lange nicht am Ende ist", erklärte Kehl weiter.

Ernüchternder BVB-Start für Felix Nmecha

Doch von dieser Entwicklung Nmechas ist in den vergangenen zwölf Monaten nichts zu sehen. Eine Hüftverletzung verdammte ihn während seiner ersten Saison in Dortmund mehr als drei Monate lang zum Zuschauen. Rhythmus fand Nmecha nach seinem Comeback in der Rückrunde nie, deutete sein Potenzial bestenfalls sporadisch an.

Aus diesem Grund spielte der Ex-Wolfsburger während der heißen Phase in der Champions League im Viertelfinale gegen Atlético Madrid und im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain nur eine Nebenrolle. Das Endspiel gegen Real Madrid (0:2) musste er im Wembley-Stadion die vollen 90 Minuten lang von der Bank aus verfolgen.

Zu allem Überfluss ist der Konkurrenzkampf beim BVB aus Sicht von Nmecha über den Sommer nicht kleiner geworden - im Gegenteil: In Person von Pascal Groß verpflichteten die Schwarz-Gelben einen deutschen Nationalspieler mit riesiger Erfahrung aus 228 Premier-League-Einsätzen für das zentrale Mittelfeld.

Felix Nmecha wartet auf Startelf-Chance beim BVB

Nuri Sahin setzt in seiner Debüt-Saison als BVB-Cheftrainer in der Dortmunder Schaltzentrale bislang auf Groß und Kapitän Emre Can. Dahinter bleibt Nmecha nichts anderes übrig, als auf seine Startelf-Chance zu warten. Ob diese ihm im anstehenden Heimspiel gegen Überraschungs-Spitzenreiter 1. FC Heidenheim am Freitag (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker auf sport.de) winkt, ist allerdings fraglich.

Sahin kann im Mittelfeld aus dem Vollen schöpfen. Mit großen Änderungen ist im Vergleich zu den letzten Auftritten vor der Länderspielpause daher nicht zu rechnen.

Hoffnung macht Nmecha eigentlich derzeit nur der vollgepackte Terminkalender des BVB mit zahlreichen englischen Wochen. Rotation wird im Verlauf der Hinrunde unausweichlich sein.

Das Warten auf Nmechas Initialzündung im BVB-Trikot geht vorerst weiter.