Sahin gibt Update zu fraglichem BVB-Trio

Rund viereinhalb Monate nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen Real Madrid ist Borussia Dortmund in der Königsklasse auf Revanche aus. Beim so schweren Auswärtsspiel in Spanien will sich der BVB auch den Bundesliga-Konkurrenten VfB Stuttgart zum Vorbild nehmen. Aus personeller Sicht kann Schwarz-Gelb etwas aufatmen.
Gregor Kobel, Niklas Süle und Pascal Groß stehen Cheftrainer Nuri Sahin für das Champions-League-Spiel bei Real Madrid zur Verfügung. Kobel hatte das Abschlusstraining in Dortmund verpasst. "Greg hatte leichte Magenprobleme, das war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wir gehen davon aus, dass er morgen zur Verfügung steht", so Sahin auf der Pressekonferenz am Montagabend.
Dass der BVB am Montagvormittag noch in der Heimat trainiert hat, lag laut dem Cheftrainer derweil keineswegs daran, dass man dem Gegner keine zusätzlichen Informationen liefern wollte. "Wir haben in den nächsten Wochen viele Auswärtsspiele, wir wollten möglichst lange auf unserem Trainingsplatz bleiben. Das hatte nichts mit Spionen zu tun", stellte Sahin klar.
Der BVB reist nach zwei ungefährdeten Siegen in Brügge (3:0) und gegen Celtic Glasgow (7:1) als Tabellenführer des Wettbewerbs zum Titelverteidiger, der Anfang Juni das Endspiel im Wembley-Stadion mit 2:0 gewonnen hatte. "Wir wollen mutig sein und haben allen Grund dazu. Schließlich sind wir gut in den Wettbewerb gestartet", sagte Sahin.
Kehl: "Real ist der größte Klub der Welt"
Im Champions-League-Spiel sieht sich Dortmund derweil keineswegs chancenlos. "Das haben wir im Finale vor ein paar Wochen gezeigt", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl schon vor der Abreise in die spanische Hauptstadt. Im Santiago Bernabéu tritt der amtierende Tabellenführer der Königsklasse am Dienstagabend (21:00 Uhr) an.
"Real ist der größte Klub der Welt", hob der ehemalige BVB-Kapitän hervor, erinnerte zugleich aber an einige knappe Spiele in Madrid. "Dort haben wir schon große Schlachten geschlagen", sagte Kehl.
Ein Sieg sprang in bislang sieben Begegnungen in Madrid für Schwarz-Gelb allerdings noch nie heraus. Knapp war es in den Saisons 2012/13 und 2016/17, als man jeweils ein 2:2-Unentschieden abrang. Das letzte Auswärtsspiel in Madrid, in der Saison 2017/18, ging mit 2:3 verloren. Im Endspiel im Juni in Wembley war der BVB lange die aktivere Mannschaft, verlor am Ende jedoch mit 0:2.
BVB will sich am VfB Stuttgart orientieren
Wie das Starensemble von Erfolgscoach Carlo Ancelotti zu knacken ist, zeigte Mitte September der VfB Stuttgart. Lange Zeit waren die Schwaben einem Punktgewinn nahe, mussten sich am Ende aber unverdient mit 1:3 geschlagen geben. Sebastian Kehl hofft auf einen ähnlich couragierten Auftritt der Borussia, die Leistung des Bundesliga-Konkurrenten nimmt man sich zum Vorbild.
"Wir werden unsere Chancen bekommen. Das hat Stuttgart gezeigt. Die Spanier bieten Möglichkeiten und Räume", erwartet der Sportdirektor. "Ich glaube, dass die Mannschaft total engagiert an die Aufgabe herangehen wird."
Während der BVB in der Bundesliga, vor allem auswärts, nur selten überzeugte, rangiert die Mannschaft von Cheftrainer Nuri Sahin in der Champions League nach den Siegen in Brügge (3:0) und gegen Celtic (7:1) auf dem ersten Tabellenplatz. Real Madrid ist mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart und einer Niederlage bei Lille OSC (0:1) in die Ligaphase gestartet.