Kehrtwende? Mathys Tel lässt Spurs-Wechsel platzen

Der englische Premier-League-Klub Tottenham Hotspur setzt Berichten zufolge alles daran, Mathys Tel vom FC Bayern verpflichten zu können. Klub-Boss Daniel Levy soll am Freitag eigens dazu nach München gereist sein. Einen Vollzug kann der Brite aber offenbar nicht verkünden.
Hieß es am Freitagnachmittag noch, dass Tottenham Hotspur einer Verpflichtung von Bayern Münchens Mathys Tel immer näher kommt, berichtet "Sky" wenig später: Zu den Engländern wird der junge Stürmer nicht wechseln.
In der Show "Transfer Update" heißt es: Der 19-Jährige habe Tottenham eine Absage erteilt.
Zuvor hatte Transfer-Reporter Fabrizio Romano berichtet, dass Spurs-Boss Daniel Levy eigens nach München geflogen sei, um die Verhandlungen mit Tel und seinem Berater zu beschleunigen. Ein Treffen mit den Verantwortlichen des FC Bayern sei für Freitag indes nicht mehr geplant.
Mündliche Einigung zwischen FC Bayern und Tottenham?
Ohnehin bestehe laut "Sky" bereits eine mündliche Einigung zwischen beiden Klubs: Demnach wurde eine Leihe mit Kaufpflicht vereinbart, die zu überweisende Summe soll 60 Millionen Euro betragen. Die Münchner hatten den Stürmer im Sommer 2022 für 20 Millionen Euro von Stade Rennes geholt.
"Sky"-Reporter Florian Plettenberg mutmaßt, dass Tels Absage womöglich mit der vereinbarten Kaufpflicht zusammenhängen könnte. Der Stürmer poche zwar darauf, so schnell es geht Spielpraxis zu bekommen. Einen permanenten Abschied aus München strebe er aber nicht an, so die Vermutung.
ManUnited angeblich weiter interessiert
Zudem stehen Mathys Tel noch zahlreiche weitere Optionen offen. Sportvorstand Max Eberl hatte erst am Mittwochabend bestätigt, dass sich viele Klubs bezüglich eines Transfers in diesem Winter gemeldet haben. Nach Angaben des TV-Senders haben Vertreter von Manchester United sogar noch am Freitag beim FC Bayern angerufen, um Informationen über die aktuelle Situation einzuholen. Auch Aston Villa und der FC Chelsea gelten weiterhin als Interessenten.
Am Freitagmittag auf der Pressekonferenz hatte Eberl dann erneut Stellung zu einem möglichen Abschied bezogen: "Natürlich ist es immer schwer, sich bei einem Champions-League-Teilnehmer durchzusetzen. Uns hat er gesagt, er will weg - das versuchen wir gerade bestmöglich zu händeln. Wir müssen dem ja auch gerecht werden, was sich die Spieler bei uns vorstellen."
Ob man Tel nun auf Leihbasis oder sogar fest abgebe, sei "noch nicht klar" und hänge auch davon ab, "was der Spieler will. Aber wir versuchen, da alle Interessen unter einen Hut zu bekommen", führte der Sportvorstand weiter aus.
Beim FC Bayern besitzt der Angreifer, der unter Cheftrainer Vincent Kompany nur Ergänzungsspieler ist, einen Vertrag bis 2029.