29.10.2024 07:21 Uhr

Eberl: Darum stehen Sanés Startelf-Chancen so schlecht

Beim FC Bayern nur noch Edeljoker: Leroy Sané
Beim FC Bayern nur noch Edeljoker: Leroy Sané

Leroy Sanés Stellenwert beim FC Bayern ist in den vergangenen Monaten spürbar gesunken. Im Poker um eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags hat der Flügelstürmer daher nicht mehr die beste Verhandlungsposition. Nach dem souveränen 5:0-Auswärtssieg bei Schlusslicht VfL Bochum bezog Münchens Sportvorstand Max Eberl zum Stand der Dinge Stellung.

Viel Anlaufzeit benötigte Leroy Sané am Sonntagnachmittag nicht. Nach seiner Einwechslung in der 61. Minute schlenzte der Joker den Ball nur vier Zeigerumdrehungen später sehenswert in den Bochumer Kasten.

Spielentscheidend war das zwischenzeitliche 4:0 freilich nicht mehr, für Sané war es dennoch ein besonderer Moment: Endlich gelang sein erster Saisontreffer in der Bundesliga.

Ein Lebenszeichen des 28-Jährigen, der nach seiner Leisten-Operation im Juli lange Zeit um Anschluss gekämpft hat. Das weiß auch Sportchef Max Eberl.

"Leroy bietet sich an, er versucht im Training Gas zu geben", wurde der 51-Jährige von "Bild" zitiert. Doch die teaminterne Konkurrenz sei derzeit übermächtig: "Michael Olise ist momentan auf der Position ein Stück weit vorne."

Der Neuzugang hat die 51 Millionen Euro, der der FC Bayern im Sommer für seine Dienste an Crystal Palace überwiesen hat, in Windeseile gerechtfertigt.

Eberl: FC Bayern wird Sané "noch brauchen"

So bleiben Sané nur noch wenige Monate, um Werbung in eigener Sache zu machen. Ende Juni läuft sein Arbeitspapier beim deutschen Rekordmeister aus, die Gespräche über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit verliefen bislang zäh.

Fürs Erste wird der Angreifer versuchen müssen, aus der zweiten Reihe heraus auf sich aufmerksam zu machen. Eberl versicherte: "Leroy macht Druck, wir werden ihn noch brauchen."

Für eine Zukunft in München wird Sané aber wohl auf Geld verzichten müssen. Aktuell kassiert er angeblich fürstliche 20 Millionen Euro pro Jahr, bei einem Verbleib würde zumindest die Fixsumme voraussichtlich sinken.

Parallel dazu bringen sich andere Klubs in Stellung, die den deutschen Nationalspieler gerne ablösefrei verpflichten würden. Besonders in Spanien und England genießt Sané einen guten Ruf.