Kahn veröffentlicht Wut-Statement gegen Matthäus

Auch in der Sommerpause geht es rund um den FC Bayern hoch her. Nachdem am Mittwoch ein kritisches Interview von Lothar Matthäus erschienen war, holte der gescholtene Ex-Boss Oliver Kahn tags darauf zum Gegenschlag aus.
Doch der Reihe nach: In der "Sport Bild" sinnierte Matthäus über die Gehälter beim FC Bayern und kam zu dem Schluss, dass viele Profis in München zuletzt überbezahlt waren.
Speziell die Verpflichtung von Lucas Hernández im Sommer 2019 für 80 Millionen Euro hätte vieles kaputt gemacht. Der Franzose soll jährlich rund 20 Millionen Euro verdient haben.
Matthäus kritisierte: "Unter Hasan Salihamidzic und CEO Oliver Kahn wurde viel Geld – sagen wir mal so – nicht gut angelegt. Sondern in hohe Ablösen für Spieler und Trainer gesteckt und in deren Abfindungen."
Durchaus schwere Vorwürfe, die der ehemalige Vorstandsboss Kahn so nicht auf sich sitzen lassen will. Via X (vormals Twitter) veröffentlichte der 55-Jährige am Donnerstag ein scharfes Statement.
Oliver Kahn verteidigt seine Arbeit beim FC Bayern
Er habe einige "faktische Anmerkungen", so Kahn: "Während meiner Zeit als Vorstand hatte ich stets mit großer Sorgfalt gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen und dem Aufsichtsrat die finanziellen Aspekte des Vereins im Blick. Alle wesentlichen Finanzentscheidungen wurden immer im gesamten Vorstand und im Aufsichtsrat getroffen."
Der frühere Weltklasse-Torwart ergänzte: "In Corona-Zeiten war der FC Bayern München einer der ganz wenigen top CL-Klubs, der einen Gewinn ausweisen konnte. Darüber hinaus konnte unter meiner Führung der FC Bayern in der Saison 2022/23 einen bisher nie da gewesenen Umsatzrekord im Konzern in Höhe von 854,2 Mio. Euro erwirtschaften, unter anderem durch den zielgerichteten Verkauf von Spielern für über 100 Mio. Euro."
Im Vergleich zur Konkurrenz aus der Champions League seien die gezahlten Gehälter "deutlich" niedriger gewesen, außerdem hätten sie stets "einen leistungsabhängigen Anteil" gehabt.
FC Bayern: Scharfe Kritik an Lothar Matthäus
Seine messerscharfe Replik beschloss Kahn mit einer Spitze in Richtung seines einstigen Mitspielers.
"Der 'ewige Experte' Lothar Matthäus hat offensichtlich nicht den Zugang zu den relevanten Fakten, um eine kompetente und fundierte Analyse zu treffen", ätzte der Ex-Profi.
Seit seinem Aus an der Säbener Straße im Mai 2023 musste sich Kahn bereits häufiger Vorwürfe gefallen lassen. Insbesondere Klub-Patron Uli Hoeneß ließ kaum ein gutes Haar an seiner Arbeit.