29.08.2024 23:02 Uhr

Schalke-Flop macht das Spiel seines Lebens

Rabbi Matondo versuchte einst sein Glück beim FC Schalke 04
Rabbi Matondo versuchte einst sein Glück beim FC Schalke 04

Viele Gesichter aus dem deutschen Fußball spielen inzwischen weitgehend unbeachtet von den Medien im Ausland. Heute im sport.de-Rampenlicht: Ex-Talente des FC Schalke 04 und des BVB.

Ende Januar 2019 verkündete der FC Schalke 04 einen vermeintlichen Transfercoup, nahm für kolportierte neun Millionen Euro den 18-jährigen Waliser Rabbi Matondo unter Vertrag und schwärmte schon bei der Vorstellung von der extremen Geschwindigkeit, der Technik und dem Potenzial des Offensivspielers.

Was nicht weniger als die Schalker Version des märchenhaften Aufstiegs von Jadon Sancho bei Erzrivale Borussia Dortmund werden sollte, entpuppte sich allerdings rasch als Wunschvorstellung. 

Matondo absolvierte insgesamt 32 meist eher kurze Pflichtspieleinsätze für S04, traf dabei zweimal und bereitete kein einziges Tor vor.  Eine Leihe zu Stoke City verlief ebenfalls ernüchternd, erst bei einem weiteren Leih-Engagement zu Cercle Brügge platzte der Knoten. Matondo erzielte in 27 Partien zehn Tore und zwei Assists, schuf sich so einen Markt und verließ Gelsenkirchen 2022 gegen Zahlung von etwa drei Millionen Euro in Richtung des schottischen Top-Klubs FC Rangers aus Glasgow.

Bei den Schotten setzt man zwar regelmäßig auf den Nationalspieler, Verletzungen warfen Matondo allerdings häufig zurück, sodass er selten über die Rolle des Jokers hinauskam. Ganz anders am letzten Spieltag der Premiership, bei dem der Flügelstürmer das Spiel seines Lebens absolvierte. 

Beim krachenden 6:0-Heimsieg gegen Ross County erzielte Matondo die Treffer zum 2:0 und 5:0 selbst und bereitete das 3:0 und das 4:0 vor. Beim 6:0 hatte Trainer Philippe Clement seinem Schützling bereits die verdiente Pause verschafft.

Der Belgier betonte anschließend, dass er angesichts der guten Kollektivleistung keinen Spieler hervorheben könne, lobte dann aber dennoch explizit die Vorstellungen von Matondo und Doppeltorschütze Cyriel Dessers. Eine Erwähnung, die sich Matondo redlich verdient hat: In der Profikarriere des 23-Jährigen waren zwei Torbeteiligungen in einer Partie bislang das höchste der Gefühle.

Ex-BVB-Talent weiter im Wartestand

Bei Borussia Dortmund zählte Julian Rijkhof von Januar 2021 bis Januar 2024 zu den Lichtgestalten im Nachwuchs, bei den Profis gewährte man dem Offensivspieler allerdings keine Chance, was bei der Spielerseite auf wenig Verständnis stieß und letztlich dazu führte, dass man den 19-jährigen Niederländer zurück zu seinem Jugendklub Ajax Amsterdam ziehen ließ.

In der Rückrunde der abgelaufenen Saison bekam Rijkhof dann auch gleich elfmal die Chance, sich in der Eredivisie zu beweisen. Zählbares kam in den Kurzeinsätzen allerdings nicht dabei rum. 

2024/25 ging es daher wohl direkt wieder einen Schritt zurück: In acht möglichen Pflichtspielen, zählte der Youngster viermal zum Kader, nur einmal durfte er kurz mitwirken. Stattdessen stehen drei Partien für den Ajax-Unterbau zu Buche. Beim letzten Einsatz konnte sich Rijkhof beim 3:0 gegen den FC Eindhoven immerhin mit einem Doppelpack wieder in den Fokus spielen.