13.09.2024 19:02 Uhr

FC Bayern reagiert auf Hamanns Musiala-Kritik

Christoph Freund ist Sportdirektor des FC Bayern
Christoph Freund ist Sportdirektor des FC Bayern

Der FC Bayern hat wie erwartet auf die Kritik von TV-Experte Dietmar Hamann über Jamal Musiala reagiert. Sportdirektor Christoph Freund fand deutliche Worte.

"Wir sind einfach extrem happy, so einen Spieler im Kader zu haben. Jamal ist ein Spieler, für den die Leute ins Stadion gehen. Er kann Spiele entscheiden und ist zudem ein absoluter Teamplayer. Er kann einer der besten der Welt werden und sowohl der FC Bayern als auch Deutschland können sich glücklich schätzen, ihn in den Reihen zu haben. Er wird das nächste Jahrzehnt für Deutschland prägen und hoffentlich auch beim FC Bayern", sagte der Österreicher am Freitag auf der Pressekonferenz des deutschen Rekordmeisters.

Hamann hatte in einer "Sky"-Kolumne unter anderem geätzt, Musiala sei "eher ein Einzelspieler und oft ein Alleinunterhalter. Wenn er zehnmal den Ball bekommt, nimmt er neunmal den Kopf runter und fängt an zu dribbeln".

"Eine solche Meinung finde ich absurd, das ist weit hergeholt", konterte Freund Hamanns Einschätzung nun. "In anderen Ländern würden so junge Spieler mit einem solchen Potenzial hoch gelobt werden."

FC Bayern: Musiala-Verlängerung? "Wir haben keinen Zeitplan"

Um Musiala rankten sich zuletzt auch verstärkt Wechselgerüchte, sein Kontrakt in München läuft 2026 aus. "Wir wollen den Vertrag verlängern", betonte Freund. "Sowohl der Präsident (Herbert Hainer, Anm. d. Red.) als auch Max Eberl haben das bereits gesagt. Es ist unser Ziel, dass er langfristig bei uns bleibt und eine Ära mitprägt. Wir haben keinen Zeitplan oder -druck. Er hat ja noch zwei Jahre Vertrag bei uns."

Auch Trainer Vincent Kompany lobte Musiala. "Ich habe schon den ein oder anderen Spieler erlebt und Jamal soll einfach genau so weiter machen und nichts ändern. Wir freuen uns, dass wir ihn haben. Er kann einer der drei bis vier besten Spieler der Welt werden", sagte der Belgier.

Hamanns Kritik an Musiala war zuvor auch bei Lothar Matthäus auf Unverständnis gestoßen. "Wenn er ins Eins-gegen-Eins gehen muss, dann macht er das. Aber er sieht genauso den freien Mitspieler", sagte der Rekord-Nationalspieler gegenüber "Bild".