24.09.2024 14:08 Uhr

Eberl packt über Bayerns Absagen-Flut aus

Sportvorstand Max Eberl hat beim FC Bayern bewegte Monate hinter sich
Sportvorstand Max Eberl hat beim FC Bayern bewegte Monate hinter sich

Im vergangenen Frühsommer fing sich der FC Bayern bei seiner Trainersuche eine Absage nach der anderen ein. Bevor Vincent Kompany verpflichtet wurde, senkten unter anderem Xabi Alonso, Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick ihre Daumen. Keine einfache Zeit für Münchens Sportvorstand Max Eberl, der dennoch nicht nachtreten will.

"Einige, mit denen wir gesprochen haben, befanden sich in besonderen Lebensphasen. Und ich habe durch meine Erfahrungen volles Verständnis, wenn sich jemand bewusst gegen ein Angebot entscheidet. Selbst wenn es vom FC Bayern kommt", stellte der 51-Jährige im Interview mit dem Magazin "11Freunde" klar.

Im Umfeld des deutschen Rekordmeisters wurde Kompany, der für eine Millionen-Ablöse vom Premier-League-Absteiger FC Burnley losgeeist wurde, zunächst als Notlösung abgetan. Die jüngste Siegesserie unter dem Belgier hat die Kritiker jedoch verstummen lassen.

Er selbst wolle künftig "mithelfen, dass der FC Bayern in meiner Amtszeit nicht nur viele Titel gewinnt, sondern auch wieder Konstanz auf der Trainerposition hat", kündigte Eberl vollmundig an.

Schlechte Stimmung beim FC Bayern

Zum 1. März hatte Eberl sein Amt an der Säbener Straße angetreten. Zuvor hatte sich RB Leipzig von ihm getrennt, da den Sachsen bei ihrem Funktionär das nötige "Commitment" fehlte.

Beim FC Bayern musste er zunächst einmal Scherben aufsammeln. "Natürlich war die Stimmung nicht so gut, nachdem der Verein elf Mal in Folge Meister geworden und Bayer Leverkusen fast enteilt war", erinnerte sich Eberl.

Es sei "ungeheuer", wie sehr in München "alles unter einem Brennglas betrachtet" werde, so der Ex-Profi, der sich einst in Mönchengladbach einen Namen gemacht hatte.

Fehlte dem FC Bayern der nötige Erfolgshunger?

Warum der FC Bayern 2023/2024 entthront werden konnte, glaubt Eberl auch zu wissen.

"Möglicherweise hat nach elf Jahren als Serienmeister eine gewisse Routine Einzug gehalten. Jeder Mensch, der so vom Erfolg verwöhnt ist, verfällt zumindest ansatzweise in den Glauben: Am Ende werden wir's doch eh", merkte der Sportvorstand an.