Ex-Schalker Pander gibt Fehleinschätzung zu

Der frühere Bundesliga-Fußballer Christian Pander hat über das Duell seiner beiden Ex-Klubs, Preußen Münster und Schalke 04, in der 2. Fußball-Bundesliga gesprochen, das am Wochenende ansteht und einen Fehler in seiner Einschätzung zugegeben.
Wenn am Samstagabend der Ball im Preußenstadion rollt, dann schlagen in der Brust von Ex-Nationalspieler Christian Pander auf der Tribüne zwei Herzen: Denn der Münsteraner trug sowohl das Trikot des gastgebenden SC Preußen als auch das des FC Schalke 04, die sich nun in der 2. Fußball-Bundesliga duellieren.
Von der "WAZ" gefragt, welchem Verein er möglicherweise etwas mehr die Daumen drückt, sagte Pander: "Ich drücke es mal so aus: Ich gehe mit dem großen Vorteil ins Spiel, mich bei einem Sieg für die siegreiche Mannschaft freuen zu können."
Dann gab er zu: "Vor der Saison habe ich allerdings gesagt, dass mein Herz am 7. Spieltag etwas stärker für Münster schlagen darf, weil die Mannschaft die Punkte zu diesem Zeitpunkt vermutlich dringender benötigt." Damit lag der ehemalige Fußball-Profi allerdings falsch.
Denn aktuell liegt Schalke mit nur vier eingefahrenen Zählern auf Platz 16 hinter den Aufsteigern aus Münster, die mit fünf Punkten Rang 13 belegen.
Pander: Schalke gehört in die Bundesliga
"Einen Fehlstart dieser Art habe ich für unmöglich gehalten. Vor nicht langer Zeit hätte ich mir nicht mal vorstellen können, dass beide Vereine überhaupt ein Ligaspiel gegeneinander bestreiten", verriet Pander.
Für Münster sei die 2. Bundesliga "eine Riesengeschichte" und vorerst keine "Normalität", Schalke hingegen gehöre eigentlich sogar in die Bundesliga. "Dass sie jetzt sogar hinter Münster auf dem Relegationsrang stehen, ist extrem bitter", ordnete Pander ein, der zwischen 2001 und 2011 für S04 auflief, erst in der Jugend, später im Profibereich.
Er schaue "sehr sorgenvoll" auf seinen Ex-Klub, so Pander weiter. "In der Saison 2020/21 habe ich immer noch lange daran geglaubt, dass die Mannschaft den Klassenhalt packen wird, die individuelle Qualität der Spieler war einfach zu hoch. Am Ende ging es trotzdem in die 2. Liga", erinnerte er sich.
"Als es dann nach dem Wiederaufstieg direkt wieder runter ging, war die Qualität des Kaders schon nicht mehr so hoch. Der Verein schiebt dazu einen riesengroßen Schuldenberg vor sich her. Das Ausmaß eines weiteren Abstiegs will ich mir gar nicht vorstellen", sagte er.