19.11.2024 14:04 Uhr

Auch Werder Bremen kehrt X den Rücken - Kritik an Elon Musk

Werder Bremen verlässt Elon Musks Plattform X
Werder Bremen verlässt Elon Musks Plattform X

Werder Bremen zieht sich als zweiter Bundesligaverein nach dem FC St. Pauli von Elon Musks Social-Media-Plattform X zurück.

Diese Entscheidung der Grün-Weißen kommunizierte Geschäftsführer Klaus Filbry am Montag im Rahmen der Mitgliederversammlung.

Anschließend gab der Klub sie auch über seine Kanäle bekannt, unter anderem über den weiter erreichbaren X-Account, auf dem aber keine neuen Inhalte mehr mit den über 600.000 Followern geteilt werden. Aktiv ist Werder stattdessen zukünftig beim X-Konkurrenten Bluesky.

Den drastischen Schritt begründete der Klub mit den politischen Umtrieben von Musk. "Seit Elon Musk die Plattform übernommen hat, haben unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Hate Speech, Hass gegen Minderheiten, rechtsextremistische Posts und Verschwörungstheorien in einem unglaublichen Tempo zugenommen", kritisierte Werder in seinem Statement. "Die Radikalisierung der Plattform wird durch Elon Musk und seine Postings selbst vorangetrieben, so äußerte er sich unter anderem transphob, antisemitisch und verbreitete Verschwörungserzählungen."

Auf X werde "nahezu nichts mehr sanktioniert", hieß es weiter. "Die Algorithmen und Steuerung der Plattform X ist vollkommen intransparent."

Für Werder Bremen ist "eine rote Linie überschritten"

Musk habe das Netzwerk "zu einer politischen Waffe" gemacht, "wie zuletzt im US-amerikanischen Wahlkampf zu sehen war", so die Bremer. X habe mit seiner "Radikalisierung" in der jüngeren Vergangenheit "eine rote Linie überschritten".

Weiter hieß es: "Der SV Werder Bremen stellt sich klar gegen Hass und Hetze, gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Grün-Weißen stehen für Vielfalt, Freiheit und Demokratie, für Zusammenhalt und Solidarität in der Gesellschaft."

Das Statement von Werder Bremen im Wortlaut:

"Die Geschäftsführung des SV Werder Bremen hat die Entscheidung getroffen, dass die Grün-Weißen die Social Media Plattform X (ehemals Twitter) verlassen. Das gab Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung, am Montag im Rahmen der Mitgliederversammlung bekannt.

Seit Elon Musk die Plattform übernommen hat, haben unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Hate Speech, Hass gegen Minderheiten, rechtsextremistische Posts und Verschwörungstheorien in einem unglaublichen Tempo zugenommen. Die Radikalisierung der Plattform wird durch Elon Musk und seine Postings selbst vorangetrieben, so äußerte er sich unter anderem transphob, antisemitisch und verbreitete Verschwörungserzählungen. 

Es wird auf der Plattform nahezu nichts mehr sanktioniert. Die Algorithmen und Steuerung der Plattform X ist vollkommen intransparent. Zudem instrumentalisiert Elon Musk das Netzwerk zu einer politischen Waffe, wie zuletzt im US-amerikanischen Wahlkampf zu sehen war. 

Der SV Werder Bremen stellt sich klar gegen Hass und Hetze, gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Grün-Weißen stehen für Vielfalt, Freiheit und Demokratie, für Zusammenhalt und Solidarität in der Gesellschaft.

Mit der Radikalisierung der Plattform in der letzten Zeit ist für den Bundesligisten eine rote Linie überschritten worden. Daher verlassen die Grün-Weißen X und hoffen, dass viele der über 600.000 Follower*innen dem Verein zukünftig auf Bluesky folgen werden."