27.11.2024 07:52 Uhr

Terodde hoffte auf Trainer-Hammer beim FC Schalke 04

Simon Terodde kickte bis zum Sommer beim FC Schalke 04
Simon Terodde kickte bis zum Sommer beim FC Schalke 04

Zweitliga-Rekordtorjäger Simon Terodde hätte Trainer-Ikone Friedhelm Funkel nach der Trennung von Karel Geraerts gerne bei seinem Ex-Klub FC Schalke 04 gesehen.

"Ich habe ihn auf Schalke vermutet", sagte Terodde im Fußball-Talk "Sky 90". "Gerade bei solchen Traditionsvereinen brauchst du solche Trainer, die mit beiden Beinen im Leben stehen."

Der 36-Jährige, der bis zum Sommer beim S04 unter Vertrag stand und dann seine Karriere beendete, erklärte weiter: "Es herrscht so viel Politik: das Umfeld, die Fans, die Spieler, aber auch die verantwortlichen Positionen oben im Vorstand. Da will jeder an dir zerren. Friedhelm ist ein Trainer, den juckt das nicht. Der lässt sich nicht von rechts und links beirren. Der schaut sich den Kader an und trifft die Entscheidungen."

Erst vor wenigen Wochen habe er ein längeres Gespräch mit Funkel geführt, schilderte Terodde. "Wenn du mit ihm sprichst, bist du danach einen Kopf größer. Dann würde ich jetzt wahrscheinlich noch Fußball spielen, ich wäre jetzt noch auf Schalke", erklärt er mit einem Augenzwinkern.

Aktuell wird Funkel auch beim Hamburger SV gehandelt. Die Rothosen sind nach dem Aus von Steffen Baumgart auf der Suche nach einem neuen Chefcoach. Dort sei aber wohl eher ein Trainer gefragt, "der für Entwicklung steht", mutmaßte Terodde.

FC Schalke 04 inzwischen drei Spiele ungeschlagen

Auch auf Schalke dürfte es in absehbarer Zeit nichts mit einem Engagement von Funkel werden. Nach dem Geraerts-Rauswurf übernahm zunächst U23-Coach Jakob Fimpel interimsweise. Inzwischen steht der Niederländer Kees van Wonderen an der Seitenlinie. Unter seiner Regie sind die Schalker seit mittlerweile drei Ligaspielen ungeschlagen.

Geraerts wiederum meldete sich am Dienstag erstmals nach seinem S04-Aus ausführlich zu Wort. In einem Interview mit der belgischen Zeitung "Het Laatste Nieuws" packte der 42-Jährige durchaus pikante Details über das Ende seiner Amtszeit auf Schalke aus. 

Unter anderem berichtete er von Indiskretionen, seinem Konflikt mit Kaderplaner Ben Manga sowie unschönen Begleiterscheinungen seiner Entlassung.