Kenny-Posse: Hertha-Boss überrascht mit Aussage

Der frühere Schalke-Profi Jonjoe Kenny will Fußball-Zweitligist Hertha BSC lieber heute als morgen verlassen, um zu Sheffield United zu wechseln. Doch Hertha-Sportdirektor Benjamin Weber überraschte jüngst mit einer Aussage über den aktuellen Stand der Verhandlungen. Die haben nämlich noch gar nicht richtig begonnen. Dennoch wird nun schon von einem Ultimatum berichtet.
Zwischen Hertha BSC und Englands Zweitligisten Sheffield United haben Gespräche über einen Transfer von Jonjoe Kenny noch gar nicht stattgefunden.
"Es gibt keinen direkten Kontakt mit dem genannten Verein. Es gibt Kontakt mit dem Management von Jonjoe und seinem Berater. Alles, was da an Zahlen spekuliert wird, ist komplett falsch", zitiert der "Berliner Kurier" Herthas Sportdirektor Benjamin Weber nach dem 2:3 gegen den Hamburger SV am Samstagabend.
"Bild" hatte derweil gemeldet, dass Sheffield der Alten Dame bislang 600.000 Euro Ablöse für den 27-Jährigen bietet. Weitere 600.000 Euro kämen hinzu, sollte der Klub in dieser Saison den Aufstieg in die Premier League schaffen. Nach 29 Spielen liegt Sheffield als Zweiter aussichtsreich im Rennen. Der "kicker" hatte zuletzt von einer Ablöse in Höhe von einer Million Euro berichtet.
Doch laut "Bild" fordert Hertha BSC weitaus mehr Geld für den Stammspieler, obgleich Kennys Vertrag in weniger als sechs Monaten endet und der Spieler dann wohl ohnehin ablösefrei wechseln dürfte. Zwei Millionen Euro soll die Ablöse betragen, geht es nach den Berlinern.
Ultimatum für Hertha BSC?
Um den Druck nun zu erhöhen, soll Sheffield der Hertha dem Bericht zufolge sogar ein Ultimatum gesetzt haben. Bis Mittwoch soll der Kenny-Poker entschieden sein, heißt es. Sollte bis dahin keine Einigung erzielt worden sein, würden sich die Engländer nach einem anderen Rechtsverteidiger umschauen - schließlich ist das Transferfenster nur noch bis zum 3. Februar geöffnet.
Der sich anbahnende Abschied von Jonjoe Kenny hatte in der Bundeshauptstadt zuletzt für reichlich Wirbel gesorgt. Kenny hatte öffentlich gemacht, dass er zu Sheffield United wechseln will, um gemeinsam mit seiner Freundin wieder näher bei der Familie sein zu können.
Kurz vor dem Ligaspiel gegen den HSV hatte der ehemalige Schalker seinem Cheftrainer Christian Fiél mitgeteilt, nicht zu einhundert Prozent fit zu sein. Fiél strich Kenny daraufhin aus dem Kader. Am Sonntag stand er dann gemeinsam mit seinen Kollegen wieder auf dem Trainingsplatz der Hertha.