16.09.2024 11:57 Uhr

Rüffel für Eintracht-Matchwinner Marmoush

Eintracht Frankfurts Trainer Toppmöller kündigte ein Gespräch mit Marmoush an
Eintracht Frankfurts Trainer Toppmöller kündigte ein Gespräch mit Marmoush an

Mit zwei Toren beim Auswärtssieg gegen den VfL Wolfsburg war Omar Marmoush einmal mehr der Matchwinner für Eintracht Frankfurt. Dennoch kassierte der Ägypter hinterher einen Rüffel von Trainer Dino Toppmöller.

Der provokante Jubel von Omar Marmoush vor den Fans des VfL Wolfsburg kam bei Dino Toppmöller überhaupt nicht gut an. "Das", sagte der Eintracht-Trainer, "fand ich nicht gut". Der 43-Jährige kündigte zudem ein Gespräch mit seinem Torjäger an.

Etwas entspannter sah es derweil Frankfurts Sportchef Markus Krösche: "Emotionen gehören dazu, das sollte man nicht so hoch hängen. Es ist Fußball."

Der 25 Jahre alte Marmoush war im Sommer 2023 ablösefrei vom VfL Wolfsburg zu Eintracht Frankfurt gewechselt. Für die Wölfe hatte er zwischen 2020 und 2023 sechs Tore in 48 Pflichtspielen erzielen können, am Main läuft es seit dem Wechsel deutlich besser: Nach seinem jüngsten Doppelpack (30., 82.) waren die Eintracht-Tore 19 und 20 - in 45 Pflichtspielen.

Und der Doppelpacker? Der wollte die Aktion ebenfalls nicht größer machen, als sie war. "Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich auf dem Platz alles gebe und ein emotionaler Mensch bin. Ich wollte niemanden provozieren. Ich bin sehr dankbar für die Zeit in Wolfsburg", erklärte sich Marmoush nach Abpfiff bei "Sky".

Schon am 2. Bundesliga-Spieltag war Marmoush beim Heimsieg gegen 1899 Hoffenheim (3:1) mit einem Tor und einer Vorlage der entscheidende Spieler auf Seiten der Adler. 

Stürmer-Duo bei Eintracht Frankfurt harmoniert prächtig

Toppmöller kam nach der Partie somit nicht umher, seinen Top-Angreifer lobend hervorzuheben. "Er ist ein ständiger Unruheherd, ist sehr schwierig zu verteidigen. Wir sind total froh, dass er bei uns ist."

Positiv aus Sicht des Cheftrainers: Omar Marmoush und Stürmerkollege Hugo Ekitike ergänzen sich prächtig. In Wolfsburg bereitete Ekitike die Führung durch Marmoush vor, in Hoffenheim war es umgekehrt.

Die SGE musste im Sommer lange um ihren Stürmer-Star bangen, immer wieder rankten sich Abschiedsgerüchte um Marmoush. Erst kurz vor dem Ende der Wechselfrist bestätigte der Angreifer, dass er bei der Eintracht bleibt.

"Er ist wichtig für unsere Mannschaft, sowohl mit dem Ball als auch gegen den Ball. Er hat unheimlich Energie", lobte auch Sportvorstand Markus Krösche, der Marmoush im Sommer trotz des Interesses anderer Klubs von einem Verbleib in Frankfurt überzeugen konnte: "Es ist gut, dass er bei uns ist. Er kann den nächsten Schritt machen, er passt gut rein bei uns, mit seiner Art und Weise Fußball zu spielen."