11.10.2024 18:59 Uhr

Undav blickt auf Ausmusterung zurück

Deniz Undav (in Rot) spielte in der Jugend einige Jahre im Werder-Trikot
Deniz Undav (in Rot) spielte in der Jugend einige Jahre im Werder-Trikot

Im Alter von elf bis 16 Jahren spielte Deniz Undav im Nachwuchs des SV Werder Bremen, wurde dort damals allerdings aussortiert. Doch aufgegeben hat der heutige Top-Angreifer des VfB Stuttgart nicht. Nun hat der deutsche Nationalspieler auf den damaligen "Tiefpunkt" an der Weser zurückgeblickt.

Als in Varel Geborener ist der Weg nach Bremen nicht weit, das dachte wohl auch Deniz Undav in frühen Jugendjahren, als er im Sommer 2007 vom TSV Achim in die Nachwuchsabteilung des SV Werder wechselte, wo er bis 2012 spielte, bevor er seinen beschwerlichen Weg durch untere Ligen antrat, um über Brighton mittlerweile fest beim VfB Stuttgart zu landen.

Von dort aus ging die in den letzten Jahren extrem an Fahrt aufgenommene Karriere bis ins DFB-Team weiter. Ein immenser Erfolg für den Angreifer, der damals bei Werder Bremen aussortiert wurde, und gleichzeitig manchmal auch ein unwirkliches Gefühl, wie Undav nun "ran.de" verriet.

"Ich hatte schon nach meinem ersten Tor für die Nationalmannschaft beim 2:2 in den Niederlanden das Gefühl, es wirklich geschafft zu haben. Und danach habe ich dann im Santiago Bernabeu gegen Real Madrid getroffen. Also habe ich jetzt in jeder Liga, in der ich gespielt habe, und in jedem Wettbewerb mindestens ein Tor gemacht. Und das gibt mir so eine Art Genugtuung", sagte er dem Portal. 

Gefragt, ob sich die genannte "Genugtuung" auch auf seinen Abschied von der Weser bezieht, die in ihm bis heute nachwirkt, sagte er: "Ja, genau das ist die Genugtuung, die ich meine. Bei Werder hat es keiner von denen geschafft, die damals angeblich so viel besser waren."

Undav erlebt "Tiefpunkt" bei Werder

Für ihn hingegen sei es nun "ein überragendes Gefühl, dass ich es über viele Umwege geschafft habe." Natürlich habe es Rückschläge gegeben. Aber: "Das Negative, das ich erlebt habe, hat mich dann später zu dem Spieler gemacht, der ich gerade bin. Das Sprichwort "Wenn man fünfmal hinfällt, muss man sechsmal aufstehen" stimmt wirklich."

Die Ausmusterung in Bremen sei "damals ein Tiefpunkt" gewesen. "Ich hatte das vorher nie erlebt, dass man nicht spielt, obwohl man besser ist als andere, und nicht mehr weiterkommt", erklärte er.