Bayern-Juwel meldet Ansprüche an

Anfang Juli hat der FC Bayern sein Torwart-Talent Tom Ritzy Hülsmann an den österreichischen Zweitligisten SKN St. Pölten verliehen. Dort will der 2,05-Meter-Riese zunächst Spielpraxis sammeln, um danach in München einen neuen Angriff zu starten.
"Ich persönlich denke bestenfalls von Saison zu Saison, vielmehr aber von Spiel zu Spiel", betonte der 20-Jährige nun im Gespräch mit dem "kicker". Er wolle sich erst einmal "täglich verbessern", denn: "Im Fußball kann ja immer etwas passieren."
Eines Tages würde Hülsmann freilich schon gerne für den deutschen Rekordmeister auf dem Platz stehen. In der Vorsaison stieg der junge Schlussmann bereits kurzzeitig zur Nummer zwei hinter Sven Ulreich auf.
"Jeder, der mit Bayern mittrainiert, will da fix dabei sein", gestand der gebürtige Trierer, der an der Säbener Straße vertraglich noch bis 2026 gebunden ist.
Hülsmann möchte Platzhirsch Manuel Neuer nacheifern, der seit mittlerweile 13 Jahren das Bayern-Tor hütet.
Der Nationalkeeper sei "seit Kindheitstagen mein Vorbild und überhaupt ein super Typ", schwärmte der Youngster: "Da habe ich mich natürlich schon ein paar Mal an ihn gewandt und gefragt, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten soll."
Win-Win-Situation für FC Bayern und Co.?
St. Pöltens Torwarttrainer Thomas Vollnhofer ist unterdessen überzeugt, dass die Hülsmann-Leihe für alle Beteiligten zu einer Win-Win-Situation werden kann.
"Dass Ritzy eine tolle Tormann-Ausbildung hat, war schnell klar", verdeutlichte er und ergänzte: "Unser Ziel ist ja schon, dass die Bayern dann nach einem Jahr feststellen, dass er sich hier gut weiterentwickelt hat."
Auch Hülsmann selbst ist frohen Mutes. "Die Mentalität und auch die Sprache hier sind sehr ähnlich wie in Bayern", zog der Neuzugang einen Vergleich: "Die ersten Tage habe ich nicht alles verstanden, wenn jemand recht schnell mit mir geredet hat, mittlerweile habe ich das im Griff. Die wichtigen Sachen fürs Leben hier, wie zum Beispiel eine Klimaanlage, habe ich mir auch schon besorgt."