Uli Hoeneß gesteht großen Fehler beim FC Bayern ein

Seit 1979 war Uli Hoeneß für die Geschicke des FC Bayern in unterschiedlichen Positionen hauptverantwortlich tätig. Zunächst als Manager, anschließend als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender. Jetzt hat der Klub-Patron darüber gesprochen, was ihm vor allem in den letzten Jahren seines Wirkens beim deutschen Rekordmeister nicht gut gelungen ist.
Seit Jahren schon tut sich der FC Bayern schwer damit, eigene Talente als Leistungsträger in die Profi-Mannschaft zu bekommen.
Die einzigen Ausnahmen zuletzt waren Jamal Musiala und Aleksandar Pavlovic. Musiala spielt seit seinem 16. Lebensjahr für den Klub, schaffte bereits als Teenager den Durchbruch beim Bundesliga-Krösus. Pavlovic hat als gebürtiger Münchner sogar schon seit seinem achten Lebensjahr das Bayern-Trikot an.
Abgesehen von Musiala und Pavlovic werden die Eigengewächse des FC Bayern seit Jahren allerdings eher verliehen oder verkauft, statt sich in der Allianz Arena behaupten und durchsetzen zu können.
Ein großes Versäumnis, welches auch der langjährige Manager und Präsident Uli Hoeneß erkannte: "Ganz klar, wir haben nicht genügend Talente in die erste Mannschaft gebracht", so die Meinung des 71-Jährigen in "Sport Bild".
Hoeneß nahm sich und Ex-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge besonders in die Verantwortung: "Auch in unserer Zeit haben wir das nicht gut hinbekommen. Wir alle. Karl-Heinz und ich. Da müssen wir besser arbeiten."
Uli Hoeneß: "Dem FC Bayern soll es gut gehen"
Eine ungewohnt deutliche Selbstkritik, mit der Hoeneß den Finger in die Wunden des FC Bayern legt.
Zeitweise war Hoeneß im letzten Jahr auch wieder im Tagesgeschäft des Klubs aktiv, als Mitglied des sogenannten Sportausschusses, der sich im Sommer 2023 für die Transferpolitik und die sportliche Ausrichtung verantwortlich zeigte.
Hoeneß betonte, dass er gemeinsam mit dem damals ebenfalls reaktivierten Rummenigge wieder mit voller Überzeugung für den FC Bayern tätig war: "Die Wahrscheinlichkeit, dass alles aus dem Ruder läuft, halte ich für ausgeschlossen. Wir ziehen alle an einem Strang, alles zum Wohle des Vereins. Karl-Heinz und mir geht es auch immer einfach nur darum, dass es dem FC Bayern gut gehen soll."