27.06.2024 10:03 Uhr

Zaragoza packt über schwierige Kommunikation mit Tuchel aus

Bryan Zaragoza erlebte beim FC Bayern ein schwieriges erstes Halbjahr
Bryan Zaragoza erlebte beim FC Bayern ein schwieriges erstes Halbjahr

Seine ersten Monate beim FC Bayern dürfte sich Bryan Zaragoza ganz anders vorgestellt haben, aus persönlicher Sicht hat sich sein vorgezogener Sommerwechsel kaum rentiert. Nun hat der Spanier über die schwierige Zeit unter Trainer Thomas Tuchel gesprochen.

Ursprünglich war der Plan des FC Bayern, Bryan Zaragoza erst zur neuen Saison in den Kader zu holen. Im Winter waren die Verletzungssorgen in der Offensive jedoch so groß, dass der 22-Jährige früher vom FC Granada kam.

Die Ablöse für den Nationalspieler wuchs dadurch von 13 auf 17 Millionen Euro an. Gelohnt hat sich diese Investition für den deutschen Rekordmeister bislang allerdings nicht.

Nur sieben Mal durfte Zaragoza in der Bundesliga für die Bayern ran, nur ein Mal zählte er zur Startelf. Auf seine erste Torbeteiligung wartet der nur 1,64 Meter große Linksaußen noch, zwischenzeitlich fehlte er gar komplett im Kader.

Für seinen Stotterstart an der Säbener Straße soll auch die Sprachbarriere verantwortlich gewesen sein. In einem Twitch-Interview mit "Jijantes FC" hat Zaragoza dazu Stellung bezogen.

"Als ich Granada verließ, wurde es kompliziert. Ich hatte dort alles", blickte der Angreifer zurück. Er habe "wachsen" und weiter an sich arbeiten wollen, deshalb fiel seine Wahl trotz anderer Offerten auf den FC Bayern, "eines der besten Teams der Welt".

Seine ersten Eindrücke waren überwältigend: "Als ich ankam, konnte ich kaum glauben, wo ich war. Ich sah Harry Kane, Thomas Müller, Jamal Musiala - alles Top-Spieler, die ich seit vielen Jahren bewundert habe."

FC Bayern: Kaum Austausch zwischen Tuchel und Zaragoza

In einer ohnehin enttäuschenden Bayern-Rückserie lief es dann aber auch für Zaragoza selbst nicht rund. Kommunikativ herrschten Probleme in der Kabine.

"Dort spricht niemand Spanisch. In dieser Zeit hat mir Eric Maxim Choupo-Moting sehr geholfen", verriet der Rechtsfuß, der sich bis 2029 an den Verein gebunden hat.

Coach Tuchel spreche seines Wissens nach zwar "gebrochen Spanisch", habe dies mit ihm jedoch nie geteilt. Ein regelmäßiger Austausch blieb aus, wenngleich er vor seiner Unterschrift länger mit seinem direkten Vorgesetzten gesprochen habe.

"Er hat mir gesagt, dass er mich will. [...] Ich bin völlig euphorisch aus dem Treffen gegangen", erinnerte sich Zaragoza. Bereits im Februar 2024 stand allerdings fest, dass Tuchel den FC Bayern verlassen wird.

Unter seinem Nachfolger Vincent Kompany will Zaragoza daher jetzt neu angreifen.