Manga schaltet sich in Schalker Aufstellungszoff ein

Nach der leisen Kritik von Kapitän Kenan Karaman an Trainer Karel Geraerts mischt sich nun Kaderplaner Ben Manga in den Aufstellungszoff beim FC Schalke 04 ein.
Nach der 1:3-Pleite gegen den 1. FC Köln sah sich Trainer Karel Geraerts mit Kritik aus den eigenen Reihen konfrontiert.
Der Belgier hatte gegen Köln den etatmäßigen Mittelfeldspieler Ron Schallenberg in die Innenverteidigung beordert, weil er den Neuzugängen Felipe Sanchez und Martin Wasinski einen Einsatz im Kracherspiel noch nicht zutraute - ein Schachzug, der gewaltig nach hinten losging.
"Der Trainer entscheidet. Ich habe kein Mitspracherecht. Wenn der Trainer es so sieht, dass die Mannschaft mit Ron in der Innenverteidigung am besten aufgestellt ist, dann versucht er, dann versuchen wir, das bestmöglich umzusetzen", hatte Karaman seinen Coach indirekt kritisiert: "Der Trainer muss ein Feingefühl für die Situation entwickeln."
Kaderplaner Ben Manga schaltete sich nun in die Diskussion ein. "Die Mannschaftsaufstellung macht der Trainer, die mache nicht ich. Wenn er der Meinung ist, der und der muss spielen - dann ist das so. Er muss so aufstellen, wie er es denkt. Jeder hat eine eigene Meinung - ich auch", wird der 50-Jährige von der "Bild" zitiert.
Manga muss Geraerts-Entscheidung akzeptieren
Mange führte weiter aus: "Wenn der Trainer am Ende sagt, sie (Sánchez und Wasinski; Anm. d. Red.) sind noch nicht so weit in seinen Augen, dann müssen wir das respektieren. Ob es mir gefällt, spielt dann keine Rolle."
Mit den Neuzugängen, die der FC Schalke 04 verpflichtet hat, ist Manga zufrieden.
"Egal, ob der eine oder der andere spielt. Wir haben sie ja nicht für drei Wochen geholt, sondern für ein langfristiges Projekt", betonte der Kaderplaner, der ergänzte: "Nach nur vier Spielen schon den einen hochzujubeln und den anderen platt zu machen, ist absolut nicht mein Ding. Es kann auch nicht jeder direkt zünden, das ist doch vollkommen normal."