08.04.2020 10:32 Uhr

Herrmann verrät: Gladbach-Staff bedankte sich schriftlich

Patrick Herrmann ist Publikumsliebling bei Borussia Mönchengladbach
Patrick Herrmann ist Publikumsliebling bei Borussia Mönchengladbach

Seit zwölf Jahren schnürt Patrick Herrmann die Fußballschuhe für Borussia Mönchengladbach, hat Hochs und Tiefs mitgemacht. Während der Corona-Krise sorgt er sich dabei vor allem um all die Mitarbeiter des Klubs.

"Wenn ich höre, dass Teile von ihnen derzeit in Kurzarbeit sind, geht mir das sehr nahe", sagte der Angreifer gegenüber der "Sport Bild" und fügte an: "Keiner weiß ja im Moment so wirklich, wann und wie es weitergeht."

Er sei zur Zeit mit einigen Teilen des Gladbach-Staffs in Kontakt. "Als bekannt wurde, dass wir Profis auf Teile unserer Gehälter verzichten, habe ich einige Nachrichten von Mitarbeitern bekommen", verriet der 29-Jährige.

Es seien allesamt "Dankes-Nachrichten" gewesen, so Herrmann. "Dafür, dass wir für sie auf Geld verzichten."

Dies sei aber für ihn und seine Kollegen ohnehin selbstverständlich gewesen. "Wenn ich höre, dass es Einschränkungen für einige im Klub gibt, dann  unterstütze ich sie. Ich bin fast zwölf Jahre hier, Borussia ist wie eine Familie für mich. Braucht sie Hilfe, bin ich da", führte der langjährige Gladbacher aus.

Herrmann freut sich auf seine Gladbach-Kollegen

Für das Team ums Team verzichte er gerne auf Geld. "Über ihre Nachrichten habe ich mich anschließend natürlich trotzdem sehr gefreut", gab Herrmann zu.

Nun eifert der 29-Jährige auf den Trainingsbeginn hin. "Mir reicht schon die Gesellschaft meiner Mitspieler. Es ist so ungewohnt, wenn man sich plötzlich nicht mehr sieht, kaum noch Gespräche miteinander führt, die Gemeinschaft nicht lebt. Das kannte ich so noch nicht", erklärte Herrmann.

In naher Zukunft könnten dann Geisterspiele den Menschen einen Schritt zurück in die Normalität signalisieren. "Ich hatte das Gefühl: Als der erste Liga-Spieltag abgesagt wurde, wurde vielen erst das wahre Ausmaß des Coronavirus klar. Nach dem Motto: Solange der Fußball noch läuft, ist ja alles gut."