25.01.2025 18:56 Uhr

Hamann glaubt an Bosse-Beben beim BVB

Auch BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl steht im Fokus der Kritik
Auch BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl steht im Fokus der Kritik

Borussia Dortmund steckt in einer handfesten Krise. Sportlich ging es für den BVB mit dem 2:2 gegen den SV Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga am Samstag nicht wirklich voran. Und im Hintergrund? Da erwartet Ex-Nationalspieler und TV-Experte Dietmar Hamann demnächst ein echtes Bosse-Beben.

Wie geht es beim BVB weiter? Diese Frage beschäftigt gerade ganz Fußball-Deutschland - nicht zuletzt, weil die Westfalen mehr als nur die Nachfolge des am Mittwoch entlassenen Cheftrainers Nuri Sahin regeln müssen.

Sportlich machte Dortmund mit dem 2:2 (1:0)-Heimremis gegen den SV Werder Bremen nach zuvor vier Niederlagen in vier Pflichtspielen 2025 nur einen minimalen Fortschritt. Nach dem laufenden 19. Spieltag könnte sich der BVB gar nur noch auf Tabellenplatz elf wiederfinden.

Doch auch hinter den Kulissen brodelt es. Das Auftreten der BVB-Bosse rund um die Sahin-Entlassung lässt auf tiefe Gräben in der Führungsetage der Schwarz-Gelben schließen. Für Dietmar Hamann steht fest: Über kurz oder lang wird es krachen. Vor allem das schlechte Verhältnis zwischen Sportdirektor Sebastian Kehl und dem Technischen Direktor Sven Mislintat sieht der Ex-Nationalspieler äußerst kritisch.

"Wenn man einen Sven Mislintat holt als technischen Direktor, der dem Sportdirektor untersteht, und der Sportdirektor von der Verpflichtung nichts weiß - dann ist man davon abhängig, dass sich die beiden verstehen", sagte Hamann in seiner Rolle als TV-Experte bei "Sky": "Das scheint nicht der Fall zu sein, deswegen denke ich, dass einer von den beiden gehen muss."

BVB: Didi Hamann äußert Bedenken vor möglichen Bosse-Beben

Als es um mögliche Entlassungen in der Dortmunder Führungsriege ging, gab Hamann allerdings auch zu bedenken: "Verschlankung bringt nicht automatisch Verbesserung."

Dass Niko Kovac die Idealbesetzung für den Platz auf der Trainerbank der Dortmunder sein könnte, glaubt der 51-Jährige derweil nicht, zumal das Thema Langzeitlösung bei den Schwarz-Gelben gerade ein kompliziertes ist. 

"Wenn ein Niko Kovac sich nicht als Feuerwehrmann sieht und einen langfristigen Vertrag über die Saison hinaus will, wäre das für mich erledigt", erklärte Hamann: "Mir wäre das Risiko zu hoch, weil es jetzt keine Garantie gibt, dass es besser wird."

In der BVB-Mannschaft sei "einiges kaputt gegangen", steht nämlich für Hamann fest: "Da muss man schauen, wie es in den nächsten Wochen weitergeht. Ich würde von Spiel zu Spiel schauen. Wenn der heutige Trainer es gut macht, bleibt er vielleicht bis zum Saisonende."

Zumindest bis zum achten und letzten Spieltag der Champions-League-Ligaphase gegen Schachtar Donezk am kommenden Mittwoch (21 Uhr) soll sich bei den Borussen nichts auf der Trainerbank tun. "Er wird auch am Mittwoch auf der Bank sitzen. Wir nehmen uns die notwendige Zeit und sind mit Mike Tullberg momentan hervorragend aufgestellt", stellte BVB-Geschäftsführer Lars Ricken nach dem 2:2 gegen Bremen klar.