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Thriller im Playoff: Beim direkten Konkurrenten Motherwell lag Hibernian mit vier Toren vorne. Was folgte, war eine bemerkenswerte Aufholjagd der Gastgeber, die in der Nachspielzeit ein Ende fand – mit dem Treffer zum 6:6.
Ab wann ist eine Führung eigentlich "sicher"? Diese Frage stellen sich nicht nur die Fans von Werder Bremen in unregelmäßigen Abständen, sondern seit Mittwochabend auch die Anhänger und Verantwortlichen des Hibernian FC. Die Grün-Weißen aus Schottland schossen beim Spiel in Motherwell stolze sechs Tore – und verpassten trotzdem den ersten Sieg in der Playoff-Phase.
Bereits nach 36 Minuten und einigen gravierenden Abwehrpatzern der Gastgeber lagen die "Hibs" mit 4:1 in Führung. Für einen torreichen Auftakt der Partie sorgten Colin Nish mit einem Dreierpack (11./20./36.), Derek Riordan (28.) sowie Motherwells Giles Coke (16.). Dass John Sutton (39.) noch vor der Pause das zweite Tor für Motherwell schoss, schien zunächst niemanden zu interessieren. Endgültig vergessen war das Gegentor für die Grün-Weißen, als Anthony Stokes nach der Pause innerhalb von knapp zehn Minuten zwei Treffer nachlegte (56./65). Nach einer knappen halben Stunde stand es also 2:6 im Fir Park, die meisten der gut 6000 Zuschauer waren bedient.
Dem halben Dutzend folgte die Wende
Ihre Mannschaft indes zeigte sich erneut wenig beeindruckt von den Bällen, die immer wieder im eigenen Kasten einschlugen. Nur wenige Momente nachdem die Gäste das halbe Dutzend voll gemacht hatten, verringerte erneut Giles Coke den Rückstand auf läppische drei Treffer (67.). Es war der Startschuss zu einer beeindruckenden Aufholjagd.
Nur zehn Minuten später stand es nach Treffern von Tom Hateley (72.) per Freistoß und John Sutton (76.) nach einer Ecke nur noch 5:6. Genug Dramatik und Spannung für diesen Abend? Mitnichten, meinten die Beteiligten, und sorgten dafür, dass dieses packende Spiel das Ende fand, das es verdiente. Nachdem beide Tore in der Schlussviertelstunde wie verriegelt waren und er gerade vom Elfmeterpunkt eine hochkarätige Chance zum 6:6 vergeben hatte, fand Everton-Leihgabe Lukas Jutkiewicz mit einem sehenswerten Drehschuss die Lücke und traf doch noch zum Ausgleich – in der dritten Minute der Nachspielzeit.
"Hibs" müssen um Europa-League-Teilnahme zittern
Der Pfiff des Schiedsrichters ließ schockierte "Hibs" zurück. Und doch möchte man ihnen gratulieren und trotz des wenig cleveren Auftretens ihrer Elf attestieren, dass sie an diesem Abend im richtigen Stadion waren. Drei der insgesamt vier übrigen Playoff-Spiele der schottischen Premier League endeten ebensfalls unentschieden – allesamt allerdings 0:0.
Nicht entschieden ist nach dem Remis zwischen Motherwell und Hibernian auch, welches Team sich den letzten noch zu vergebenden Platz in der Europa League sichert. Bei noch einem ausstehenden Spiel liegen die „Hibs“ einen Punkt hinter Motherwell. Aus eigener Kraft können es die Grün-Weißen nach ihrem Auftritt am Mittwochabend also nicht mehr in den internationalen Wettbewerb schaffen. Allerdings sollte man sich in Edinburgh nach einer verschenkten Vier-Tore-Führung in diesen Tagen ohnehin eher nicht auf die eigenen Kräfte verlassen.
>> So lief's am Mittwoch: Spieldetails zum Nachlesen
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>> Die Playoff-Tabelle vor dem letzten Spieltag
Maike Falkenberg |