Raus aus dem Rampenlicht: Viele altbekannte Gesichter spielen mittlerweile weitgehend unbeobachtet von der deutschen Presse bei Vereinen im Ausland. Heute geht es u.a. um einen Weltenbummler und ein Torfestival.                                  

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Hütet demnächst nicht mehr das Seattle-Tor: Kasey Keller


Kasey Keller ist während seiner Karriere viel in Europa herumgekommen. So spielte der 102-fache US-Nationalspieler bereits für fünf englische Klubs sowie für Rayo Vallecano in Spanien und Borussia Mönchengladbach. Dabei avancierte er besonders bei Millwall, Leicester und Gladbach zum Publikumsliebling, bei den Fohlen wurde er in seinem zweiten Jahr sogar zum Kapitän gewählt.

Dass der inzwischen 41-Jährige bei seiner ersten und seiner letzten Vereinsstation auch in seinem Heimatland zwischen den Pfosten stand, gerät dabei fast in Vergessenheit. Bereits bei den Portland Timbers, wo er als eigentlicher College-Spieler bei den Profis aushalf, stieg er rasant auf und erntete gleich seine ersten Auszeichnungen, u.a. wurde er 1991 zum Torwart des Jahres gewählt.

2009 wechselte er dann zum Seattle Sounders FC und konnte gleich einen Rekord für den damaligen Liga-Neuling aufstellen, als er 457 Minuten ohne Gegentor blieb. Nach der regulären Saison 2011 nahm sein Team als Zweiter der Western Conference an den Playoffs teil, dort schied der Sounders FC dann aber im Viertelfinale gegen Real Salt Lake aus. Das Rückspiel in Seattle, das mit 2:0 gewonnen wurde, war gleichzeitig das letzte Spiel für Keller, der seine Karriere natürlich gerne mit einem Sieg im Playoff-Finale beendet hätte.

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Kuranyi und Misimović schießen Dinamo zum Sieg

Seit Beginn der aktuellen Saison kicken der ehemalige Nationalspieler Kevin Kurányi sowie der frühere Spielmacher des VfL Wolfsburg, Zvjezdan Misimović, zusammen bei Dinamo Moskau. Dass es nach wie vor torgefährlich ist, zeigte das Duo am vergangenen Spieltag. Im Spiel beim FK Tom Tomsk trafen beide Ex-Bundesligaspieler für ihren Verein und sorgten dafür, dass Dinamo durch den 2:0-Sieg ein Spiel vor dem regulären Saisonschluss auf den dritten Platz vorrückt.

Um die russische Premjer Liga dem Saisonrhytmus der  anderen UEFA-Ligen anzupassen, wird dann ab Frühling 2012 in einer zweiten Runde in zwei getrennten Gruppen weitergespielt. Dabei spielen die letzten acht Mannschaften der ersten Runde gegen den Abstieg, während die ersten acht Teams die Meisterschaft unter sich ausmachen. Bei der Meisterschaftsrunde wird Dinamo also auf jeden Fall dabei sein.

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Berisha gelingt der Hattrick mit links

Erst kürzlich berichteten wir über Thomas Broich und Besart Berisha, die derzeit in Australien mit Brisbane Roar richtig erfolgreich sind. Nun setzen die beiden noch einen drauf. Beim 7:1-Heimsieg des Tabellenersten gegen Adelaide United gelang dem Linksfuß Berisha nicht nur ein lupenreiner Hattrick innerhalb von sechs Minuten (23., 26. und 29.), sondern sogar noch ein viertes Tor in der 69. Minute. Dabei legte Broich dem Anführer der Torschützenliste die letzten beiden Treffer auf. Doch auch ein früherer Bielefelder Mitspieler Berishas war an dem Spiel beteiligt: Dario Vidošić brachte Adelaide in der fünften Minute in Führung, ehe sein Team dann überrollt wurde.

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Azad Derakhshani