Laurent Blanc wird seinen auslaufenden Vertrag als Trainer der französischen Fußball-Nationalmannschaft nicht verlängern. Der 46-Jährige hatte sich nach dem Viertelfinal-Aus bei der EM gegen Spanien zu Gesprächen mit Verbandspräsident Noel Le Graet getroffen und 48 Stunden Bedenkzeit erbeten. Le Graet hatte unter anderem eine Reduzierung des Betreuerstabs von Blanc gefordert.

An Blanc war zuletzt Tottenham Hotspur interessiert. Zudem gab es Medienberichte, dass der Verband erste Kontakte zu Didier Deschamps, Trainer bei Olympique Marseille, aufgenommen habe.

Der Welt- und Europameister hatte die Equipe Tricolore nach der ernüchternden WM 2010 übernommen und mit der Qualifikation für die EM und dem Viertelfinaleinzug die sportlichen Ziele des Verbands erreicht. Durch Eskapaden abseits des Platzes wie der Journalisten-Beleidigung von Samir Nasri sorgten seine Spieler jedoch beim Turnier in Polen und der Ukraine für negative Schlagzeilen. Nasri muss mit einer längeren Sperre des Verbands rechnen.

UEFA-Präsident Michel Platini äußerte sich zu diesem Vorfall mit einem Augenzwinkern. "Wenn ich jedes Mal gesperrt worden wäre, wenn ich einen Journalisten beleidigt habe, hätte ich nicht viele Länderspiele gemacht", meinte Platini. Das kolportierte Strafmaß von zwei Jahren für Nasri bezeichnete der Europameister von 1984 daher als überzogen. "Er muss bestraft werden, aber eine Sperre von zwei Jahren ist lächerlich", meinte der 57-Jährige.

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apa