Raus aus dem Rampenlicht: Viele bekannte Gesichter spielen mittlerweile weitgehend unbeobachtet von der deutschen Presse bei Klubs im Ausland. Heute geht es unter anderem um zwei Last-Minute-Torschützen und einen Ex-Nationalspieler in der Ukraine.        

picDie Zeiten als Bankdrücker sind für David Odonkor endlich vorbei.

David Odonkor ist zurück - noch nicht im Rampenlicht, dafür aber schon mal auf dem Platz: Der ehemalige Nationalspieler ist beim ukrainischen Erstligisten Goverla-Zakarpattia Uzhgorod unumstrittener Stammspieler. Der gebürtige Ostwestfale, der seinen Durchbruch bei Borussia Dortmund geschafft hatte, wusste bei seinem vorherigen Arbeitgeber Alemannia Aachen nicht immer zu überzeugen und hatte zumindest phasenweise seinen Stammplatz eher auf der Ersatzbank. Nach einem knappen Jahr musste der Offensivspieler den Zweitliga-Absteiger im Sommer schließlich ablösefrei verlassen.

Seine zweite Auslandsstation, nach fünf wechselhaften Jahren bei Betis Sevilla in Spanien, scheint für Odonkor ein Glücksgriff zu sein. Beim Aufsteiger ist nicht nur regelmäßig auf dem Platz dabei, sondern beweist dort auch immer mehr seine Treffsicherheit. Bei jeweils beiden Heimerfolgen für Goverla-Zakarpattia Uzhgorod erzielte er einen Treffer und trug viel dazu bei, dass sein Team die rote Laterne abgeben konnte und nun nicht mehr auf dem letzten Tabellenplatz steht.

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Gewohnt treffsicher zeigte sich unterdessen Edin Džeko in der englischen Premier League. Der Topstürmer von Manchester City spielt bereits seine zweite Saison für die Engländer, zu denen er für 32 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg gewechselt war.

Am Wochenende erzielte der Bosnier nach seiner Einwechslung in der 86. Minute beim Spiel gegen den FC Fulham den goldenen Treffer. Nicht einmal eine Minute brauchte der 44-fache Nationalspieler, um den 2:1-Führungstreffer zu erzielen. Mit seinem dritten Tor im sechsten Ligaspiel sicherte er Man City drei Punkte. Bereits in der letzten Saison war er für die „Citizens“ Gold wert, in seinen 30 Spielen hatte er 14 Treffer erzielt.

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Der vor allem im Frankenland noch bekannte Andreas Wolf durfte für seinen Klub am letzten Spieltag ebenfalls ein Last-Minute-Tor feiern. Gegen Ajaccio köpfte er in der 90. Minute das 2:2 und war Wegbereiter dafür, dass der AS Monaco auch nach dem 9. Spieltag in der Ligue 2 weiterhin ganz oben mitspielt.

Von 2002 bis 2011 spielte Wolf für den 1. FC Nürnberg, bei dem er Fanliebling war und immer solide Leistungen abrief. Nach seinem Wechsel im Sommer 2011 zum SV Werder Bremen änderte sich das: Der in Russland geborene Abwehrspieler wurde an der Weser nicht glücklich und wechselte bereits ein halbes Jahr später auf eigenen Wunsch zum Zweitligisten AS Monaco. Sein Start in Frankreich verlief unglücklich, weil er mit einer Gesichtsverletzung lange ausfiel. In diesem Jahr jedoch kam Andreas Wolf bislang in fast jedem Spiel zum Einsatz.

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Unter großem Verletzungspech litt auch der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger immer wieder im Lauf seiner Karriere. Zuletzt versuchte er, mit einem Probetraining beim englischen Premier-League-Klub FC Everton wieder ins Fußballerleben zurückzukehren.

Der 30-Jährige ist seit Sommer 2012 vereinslos, nachdem sein Vertrag beim VfL Wolfsburg nicht verlängert worden ist. Stimmen aus Everton verrieten, dass der Klub sehr zufrieden mit den ersten Leistungen des Deutschen war, aber noch seine Belastbarkeit testen wolle, bevor eine weitere Zusammenarbeit besiegelt werden kann. Bereits von 2002 bis 2005 kickte Hitzlsperger in der Premier League für Aston Villa, die Saison 2010/2011 bestritt er für West Ham United.

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Alica Urban