22.09.2021 12:28 Uhr

Millionen-Zoff zwischen Kostic und Berater

Filip Kostic hätte Eintracht Frankfurt im Sommer gerne verlassen
Filip Kostic hätte Eintracht Frankfurt im Sommer gerne verlassen

Das Theater um Filip Kostic ist vorerst beendet. Der Serbe in Diensten von Eintracht Frankfurt hat sich nicht nur von seinem Berater getrennt, sondern ist offensichtlich auch fest entschlossen, die Saison im Trikot des Bundesligisten zu beenden. Warum es überhaupt zum Zerwürfnis mit Agent Fali Ramadani kam, will die "Bild" nun erfahren haben. 

Informationen des Boulevardblatts zufolge hat die Trennung Kostics von Ramadani nicht etwa persönliche, sondern schlicht und ergreifend finanzielle Gründe. Der Berater habe erkannt, dass er mit dem Serben kein Geld mehr verdienen könne und die Zusammenarbeit deswegen beendet, schreibt das Blatt. Ramadani wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern.

Angeblich war Lazio Rom in diesem Sommer fest gewillt, Kostic unter Vertrag zu nehmen. Mit dieser Absicht sind die Bosse des italienischen Klubs auch auf Ramadani zugegangen.

Lazio bot demnach eine Ablöse in Höhe von zehn Millionen Euro für Kostic und erklärte sich darüber hinaus noch bereit, Ramadani eine Provision in Höhe von fünf bis sieben Millionen Euro zu zahlen. Eine Summe, die dem Berater angeblich zugestanden hätte.

Schon bei Kostics Wechsel vom HSV zur Eintracht im Sommer 2018 sollen sich der Spieler und der Berater im Fall eines späteren Weiterverkaufs auf die Zahlung besagter Summe geeinigt haben.

Millionen-Vereinbarung vor Eintracht-Wechsel

Die fünf bis sieben Millionen Euro hätten die Frankfurter zahlen müssen, wenn die Gesamtablöse bei über 30 Millionen Euro gelegen hätte. Bei einer Ablöse um die 20 Millionen Euro hätte der aufnehmende Klub die Summe zahlen müssen. Lazio Rom war dazu bereit, die Frankfurter hingegen wollten ihren Leistungsträger auf keinen Fall zum Schnäppchenpreis ziehen lassen. 

Dass es überhaupt eine Vereinbarung über die Millionen-Zahlung gab, lag ebenfalls am Kostic-Wechsel im Sommer 2018. Damals hätte der VfL Wolfsburg deutlich mehr Ablöse als Frankfurt gezahlt. Den Zuschlag aber bekamen trotzdem die Hessen - auch, weil Ramadani laut "Bild" kaum am Deal beteiligt wurde. Diese Geld wollte sich der Berater bei einem späteren Transfer zurückholen. Doch zu diesem ist es bekanntlich bis heute nicht gekommen.