11.06.2021 09:18 Uhr

Arp darf Bayern verlassen - Abnehmer schon gefunden?

Jann-Fiete Arp hat wohl keine Zukunft in München
Jann-Fiete Arp hat wohl keine Zukunft in München

Der Abstieg des FC Bayern II hat durchaus große Auswirkungen auf die Talente des deutschen Rekordmeisters. Der Sprung in die Bundesliga ist zu groß, die sportliche Perspektive in der Regionalliga dagegen bescheiden. Das gilt auch für den einst hoch gehandelten Jann-Fiete Arp.

Das Stürmer-Juwel wechselte 2019 für immerhin drei Millionen Euro vom HSV nach München - ein stolzer Preis für den damals 19-Jährigen, der sich an der Säbener Straße zu keinem Zeitpunkt wirklich zurechtfand.

Die mehr als durchwachsene Bilanz: ein Joker-Einsatz im DFB-Pokal für die Profi-Mannschaft, die abgelaufene Spielzeit bei der Reserve mündete im Abstieg aus der 3. Liga. Arp steuerte in 30 Spielen lediglich fünf Treffer bei.

Eine Zukunft beim deutschen Rekordmeister? Praktisch ausgeschlossen, wie die "Bild" erfahren hat. Arps Berater Jürgen Milewski sondiert demnach derzeit den Markt. Ein Abnehmer sei bereits gefunden, konkrete Namen nannte das Boulevard-Blatt allerdings nicht.

Knackpunkt Gehalt? Arp streicht beim FC Bayern fünf Millionen Euro ein

Eine Perspektive unter Neu-Coach Julian Nagelsmann besteht für den Angreifer nicht, wie sich in den Gesprächen zwischen Klub und Spieler schnell herauskristallisierte. Eine Weiterbeschäftigung in der zweiten Mannschaft kommt aus finanzieller Sicht schlicht nicht in Frage.

So streicht der 21-Jährige angeblich ein Jahresgehalt von fünf Millionen Euro ein - eine astronomische Summe in der viertklassigen Regionalliga.

Der ehemalige Hamburger ist noch bis 2024 an den Rekordmeister gebunden, der im Falle eines Abgangs zumindest eine kleine Ablösesumme verlangen dürfte. Laut "Bild" ist auch ein Leihgeschäft denkbar, dann allerdings müssten die Münchner einen Teil des Gehalts übernehmen.

Arp ist unterdessen nicht der einzige Youngster des FC Bayern, der nach dem Abstieg der zweiten Mannschaft ohne sportliche Perspektive dasteht. Auch Oliver Batista-Meier, gemeinsam mit Arp 2020 noch Drittliga-Meister, steht in München vor dem Aus.